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Illegale Nutzung per Jailbreak: Tesla sperrt FSD in über 100.000 gehackten Autos

Zahlreiche Tesla-Fahrer aus mehreren Ländern haben per Jailbreak unrechtmäßig das Full Self-Driving aktiviert. Jetzt greift der Hersteller durch.
/ Marc Stöckel
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Tesla greift gegen modifizierte Fahrzeuge durch. (Bild: Justin Sullivan/Getty Images)
Tesla greift gegen modifizierte Fahrzeuge durch. Bild: Justin Sullivan/Getty Images

Teslas Full Self-Driving (FSD) ist in vielen Regionen noch gar nicht verfügbar. Einige Nutzer scheinen diese Einschränkung mit spezieller Hardware umgangen zu haben. Doch damit ist nun Schluss: Wie mehrere(öffnet im neuen Fenster) auf Kraftfahrzeuge spezialisierte Medien übereinstimmend berichten(öffnet im neuen Fenster), sperrte Tesla zuletzt weltweit mehr als 100.000 Fahrzeuge, auf denen FSD unrechtmäßig aktiviert wurde, aus dem System aus.

Betroffene wurden per Benachrichtigung informiert. Ein Screenshot von der Meldung ist beispielsweise bei Not a Tesla App(öffnet im neuen Fenster) sowie in Beiträgen auf X(öffnet im neuen Fenster) zu sehen. Darin ist die Rede von einem erkannten Drittanbietergerät. Aus Sicherheitsgründen seien daher in dem jeweiligen Fahrzeug die Fahrassistenzfunktionen deaktiviert worden.

Den Angaben zufolge konnten Tesla-Fahrer bisher durch spezielle Hardwaremodule regionale Sperren umgehen und FSD mittels Jailbreak in Regionen freischalten, in denen die Funktion etwa aus regulatorischen Gründen noch gar nicht freigegeben ist. Die besagten Module kosten wohl rund 500 Euro, greifen über den CAN-Bus in das Tesla-System ein und wurden unter anderem in Europa, Südkorea, China und der Türkei genutzt.

Tesla haftet nicht für FSD-Hacks

Laut der Benachrichtigung, die die Betroffenen erhielten, will Tesla die Fahrassistenzsysteme mit einem zukünftigen Update "möglicherweise" wieder freigeben. Ob und in welchem Umfang dies tatsächlich geschieht, dürfte davon abhängen, ob der Einsatz dieser Systeme in der Region des Nutzers überhaupt zulässig ist. Einen konkreten Zeitplan für das geplante Update nannte Tesla nicht.

Wie Electrek berichtet(öffnet im neuen Fenster), warnte Tesla betroffene Fahrer auch per E-Mail, dass sie selbst "zu 100 Prozent für jeden Unfall haften", der unter Verwendung nicht zugelassener Geräte passiert. Auch behalte sich der Hersteller das Recht vor, Garantiereparaturen bei betroffenen Fahrzeugen abzulehnen, auch wenn der eigentliche Schaden nicht durch das unzulässige Gerät entstanden sei.

Zudem warnte Tesla, die besagten Hardwaremodule seien eine "Bedrohung für die Cybersicherheit" und könnten Sicherheitslücken einführen, die anschließend von böswilligen Akteuren ausgenutzt werden könnten.

Haftstrafen möglich

Betroffene müssen zudem je nach Region auch mit juristischen Konsequenzen rechnen. Zumindest in Südkorea soll es den Berichten zufolge für unbefugte Fahrzeugmodifikationen der beschriebenen Art Haftstrafen von bis zu zwei Jahren sowie Geldstrafen von bis zu 20 Millionen Won (rund 11.500 Euro) geben.

In Deutschland ist FSD bisher noch nicht offiziell verfügbar. Immerhin bahnt sich Teslas fortgeschrittenes Fahrassistenzsystem aber gerade seinen Weg nach Europa. In den Niederlanden darf es nach einer kürzlich erteilten Genehmigung der örtlichen Zulassungsbehörde RDW künftig eingesetzt werden.


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