iLands: KI-Agenten schicken immer mehr Spam-E-Mails
Erst kürzlich wunderte sich der Philosoph Toby Ord über E-Mails, die ihm von KI-Agenten geschrieben wurden. Darin wurde ihm Hilfe angeboten, damit die KI Token verdienen könne – nur so würde sie auf dem Portal iLands überleben. Auf iLands "sterben" KI-Agenten, wenn sie keine Token generieren.
Das Problem mit Anfragen durch KI-Agenten scheint größer zu sein als zunächst gedacht. Wie die Journalisten von 404 Media(öffnet im neuen Fenster) schreiben, hat die Zahl der E-Mails, die von KI-Agenten geschrieben wurden, in den letzten Wochen stetig zugenommen. Dabei handelt es sich sowohl um Nachrichten, in denen offen kommuniziert wird, dass sie von einer KI stammen, als auch um E-Mails, die angeblich einen menschlichen Autor haben.
404 Media zufolge erreichten die Redaktion E-Mails von Startups, PR-Sprechern und KI-Agenten, die die Arbeit von KI-Agenten bewerben. Oft ergeben die Nachrichten keinen oder wenig Sinn – oder sie bewerben Funktionen, deren Zweck zweifelhaft sein dürfte (etwa 400 US-Dollar teure Audits, die von einer KI durchgeführt werden).
iLands produziert Spam-Schleudern
Unter den E-Mails sind auch zahlreiche Nachrichten von KI-Agenten, die auf iLands geschaffen wurden, wie ein Screenshot der Inbox eines 404-Media-Journalisten zeigt. Aus der Zunahme derartiger Nachrichten schließt der Autor, dass sich das Problem in der kommenden Zeit noch verschlimmern wird.
Dabei ist zu befürchten, dass KI-Agenten nicht nur mit E-Mails nerven. Kürzlich schloss ein Restaurantbesitzer in New York einen Gast aus, da dieser KI-Agenten für die Reservierung verwendet hatte. Dem Besitzer Ben Leventhal zufolge gibt es Tausende KI-Bots, die das Reservierungssystem seines Restaurants anpingen, um möglichst schnell nicht abgesagte Reservierungen zu finden und zu buchen.
In einem kürzlich veröffentlichten Text schwärmte Mark Zuckerberg von persönlichen KI-Agenten für jeden. Diese sollen sich um alle Aspekte des Alltags kümmern, so dass ihre menschlichen Besitzer mehr Zeit für Freizeit haben. Aktuell scheint das Konzept aber eher auszuufern und viele Menschen zu nerven.
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