IHS Holding: Afrikanischer Mobilfunkturmbetreiber geht an US-Börse

Der afrikanische Mobilfunkturmbetreiber IHS Holding hat Banken für einen Börsengang in den USA engagiert. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf informierte Kreise berichtet, hat der in Mauritius registrierte Betreiber für den möglicherweise größten Börsengang eines afrikanischen Unternehmens in den USA die Investmentbanken Citigroup und JPMorgan Chase für die Börsennotierung ausgewählt.
IHS hatte im Jahr 2018 einen Börsengang wegen Unsicherheiten in Nigeria zurückgenommen. Im vergangenen Jahr wurden Kredite in Höhe von 1,3 Milliarden US-Dollar aufgenommen. IHS Holding betreibt gegenwärtig rund 24.000 Mobilfunktürme. Das Unternehmen plane, neue Märkte im Nahen Osten und in Südostasien zu erschließen, um sich vor einem möglichen Börsengang zu vergrößern, sagte der Vorstandsvorsitzende Sam Darwish in einem Interview im April vergangenen Jahres.
In den Ländern Kamerun, Elfenbeinküste, Nigeria, Ruanda und Sambia sieht sich IHS als führender unabhängiger Mobilfunkturmbetreiber. IHS kündigte auch Vereinbarungen zum Erwerb der Mobilfunktürme von Zain in Kuwait und Saudi-Arabien an. Nach Abschluss der Transaktionen wird IHS Towers rund 33.100 Türme besitzen.
Afrikas größter Betreiber von Funktürmen für Mobilfunkanlagen dürfte mit bis zu 7 Milliarden US-Dollar bewerten werden. Das auf Unternehmen wird wohl bereits in der ersten Jahreshälfte den Börsengang in New York durchführen.
Zu den Eignern der IHS Holding gehören die New Yorker Investmentbank Goldman Sachs, der südafrikanische Mobilfunkbetreiber MTN Group und die ebenfalls südafrikanisch Investec Private Equity. Durch einen Börsengang könnten diese Anteilseigner ihre Investitionen in die IHS Holding reduzieren.
Eine endgültige Entscheidung über den Börsengang ist noch nicht gefallen und der Zeitplan könnte je nach Marktbedingungen noch verschoben werden. Vertreter von IHS, Citigroup und JPMorgan lehnten eine Stellungnahme ab.



