IG Metall: Tesla mit großem Lohngefälle in Grünheide
Tesla zahlt nach Informationen des Spiegel(öffnet im neuen Fenster) unterschiedliche Löhne in seiner Gigafactory in Grünheide – für die gleichen Tätigkeiten. Das soll für Unruhe in der Belegschaft sorgen.
Birgit Dietze, Bezirkschefin der IG Metall Berlin-Brandenburg-Sachsen, teilte gegenüber dem Spiegel mit, dass Tesla in der Region den Fachkräftemangel spüre und dass bei der Anwerbung beim Gehalt nachgebessert werde. Um wie viel Geld es hierbei geht, ist nicht bekannt.
Das sorgt für ein Gehaltsgefälle in der Belegschaft. Schließlich gibt es trotz gleicher Arbeit und Qualifikation bei Arbeitnehmern, die später dazukamen, mehr Geld. Nach Angaben der IG-Metall-Bezirkschefin gibt es erste Beschäftigte, die Tesla verlassen und zu ihren alten Arbeitgebern zurückkehren.
Dietze geht davon aus, dass Tesla die Gehälter der Belegschaft bald kräftig anheben müsse, um die Diskrepanzen zu beenden. Tesla hat in Grünheide zwar einen Betriebsrat, einen Tarifvertrag gibt es jedoch nicht.
Tesla stellt weiter neue Mitarbeiter ein
Die Nachrichtenagentur Reuters berichtete Mitte Juni 2022 unter Berufung auf den brandenburgischen Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD), dass Tesla monatlich 500 bis 600 Mitarbeiter einstellt. Tesla arbeite bei den Stellenbesetzungen auch mit der Agentur für Arbeit zusammen, um Arbeitskräfte zu rekrutieren, die bei deutschen Automobilherstellern nicht mehr benötigt würden, heißt es in dem Bericht.
Tesla plant, bis zu 12.000 Mitarbeiter am Standort Grünheide zu beschäftigen und bis zu 500.000 Fahrzeuge im Jahr zu produzieren. Das wären rund 9.600 Autos pro Woche. Derzeit liege die Wochenproduktion bei 1.000 Stück, heißt es in dem Bericht.
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