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IG Metall: Tesla droht Ärger mit den Gewerkschaften

Teslas Bau der Gigafactory Berlin könnte nicht nur von Schlingnattern und Wasserwerken, sondern auch von Gewerkschaften verzögert werden.
/ Andreas Donath
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Fahnen der IG Metall (Bild: DIE LINKE Nordrhein-Westfalen)
Fahnen der IG Metall Bild: DIE LINKE Nordrhein-Westfalen / CC-BY-SA 2.0

Tesla könnte nach Ansicht von Arbeitsmarktexperten beim Aufbau seiner Produktion einen mächtigen Gegner bekommen. Das Unternehmen habe sich "noch nicht mit der mächtigen Autogewerkschaft" IG Metall versöhnt, berichtet Business Insider(öffnet im neuen Fenster) und stellt fest, dass ein Kampf mit der Gewerkschaft "Teslas ehrgeizige Pläne für den europäischen Markt gefährden könnte."

Stephen Silvia(öffnet im neuen Fenster) , ein Professor an der American University, der über vergleichende Arbeitsbeziehungen forscht, betonte gegenüber Business Insider, dass es einen gefährlichen Präzedenzfall schaffen würde, wenn es der Gigafactory Berlin erlaubt würde, ein nicht gewerkschaftlich organisiertes Werk zu betreiben.

Allerdings ist die Gewerkschafts- und Tarifbindung nicht gesetzlich vorgeschrieben, sondern nur üblich. Nach einem Bericht von Januar 2021 hat Tesla nicht auf ein Schreiben von IG-Metall-Chef Jörg Hofmann geantwortet.

IG Metall könnte sich mit Umweltschützern gegen Tesla vereinen

Außerdem könne die IG Metall an Verhandlungsmacht gegenüber anderen Autoherstellern verlieren, wenn sie Tesla nicht zum Mitspielen bewege, so Arthur Wheaton(öffnet im neuen Fenster) , ein Experte für die Automobilindustrie an der Cornell University's School of Industrial and Labor Relations gegenüber Business Insider. Gerade vor dem Hintergrund der Transformation der Autoindustrie hin zum Elektroauto könne dies gefährlich werden, warnt Wheaton, der davon ausgeht, dass für den Bau von Elektroautos im Vergleich zu Verbrennern 30 Prozent weniger Arbeiter benötigt werden.

Wheaton glaubt, dass die Hauptwaffe der IG Metall, Tesla unter Druck zu setzen, darin besteht, die Fertigstellung der Fabrik insgesamt zu blockieren. Die IG Metall könnte mit Umweltgruppen zusammenarbeiten, um den Bau zu verlangsamen.

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Auch seitens der Versorgungswirtschaft droht Ärger. André Bähler, sagte dem ZDF-Magazin Frontal 21 in einem umstrittenen Beitrag , dass es durch die Produktion in Grünheide zu Einschränkungen beim Trinkwasser kommen könne: "Die Trinkwasserversorgung wird geopfert auf dem Gabentisch der Wirtschaftspolitik."


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