IG Metall erhöht den Druck: Flächendeckende Warnstreiks bei VW
Nach dem Auslaufen der Friedenspflicht um Mitternacht verschärft sich der Tarifkonflikt beim größten deutschen Automobilhersteller VW und der Gewerkschaft IG Metall.
Der Konflikt betrifft rund 120.000 Beschäftigte in den Werken der Volkswagen AG, die unter den konzerneigenen Haustarif fallen. Die Fronten zwischen Arbeitgeber und Gewerkschaft haben sich in den vergangenen Wochen zunehmend verhärtet.
Transformationsprozess zur Elektromobilität
Der IG-Metall-Bezirksleiter in Niedersachsen, Thorsten Gröger, kündigte an(öffnet im neuen Fenster), die Warnstreiks beträfen alle VW-Standorte. Die Gewerkschaft lehnt Lohnkürzungen kategorisch ab.
Volkswagen begründet den Vorschlag, die Gehälter um 10 Prozent zu kürzen, mit der schwierigen wirtschaftlichen Lage des Konzerns. Das Unternehmen schloss sogar Werkschließungen und betriebsbedingte Kündigungen nicht aus – ein bisher beispielloser Vorgang in der Geschichte des Konzerns.
Die Betriebsratsvorsitzende Daniela Cavallo beschrieb die Stimmung in der Belegschaft als angespannt. Das Vorgehen des Vorstands habe bei den Beschäftigten zu Unmut geführt.
Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 9. Dezember 2024 angesetzt. Bis dahin drohen VW erhebliche Produktionsausfälle.
Der Konzern befindet sich in einem kostspieligen Transformationsprozess zur Elektromobilität. Die IG Metall betont, dass die Beschäftigten nicht die Hauptlast dieser Transformation tragen dürften.
Die Gewerkschaft kündigte an, dass die Warnstreiks nur der Anfang sein könnten, falls das Unternehmen nicht von seinen Kürzungsforderungen abrücke.
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