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Die Musikindustrie kann an 60er-Jahre-Hits länger verdienen.
Die Musikindustrie kann an 60er-Jahre-Hits länger verdienen. (Bild: Carnie Lewis/CC BY 2.0)

IFPI-Report: Musikindustrie mit Netzsperren und Lobbys gegen Piraterie

Die Musikindustrie kann an 60er-Jahre-Hits länger verdienen.
Die Musikindustrie kann an 60er-Jahre-Hits länger verdienen. (Bild: Carnie Lewis/CC BY 2.0)

Ein mutmaßlich vom internationalen Verband der Musikindustrie, IFPI, stammender Bericht zeigt ausführlich, wie sich die Branche gegen illegale Downloads wehren will. Überraschenderweise spielt Megaupload dabei kaum eine Rolle.

Ein Bericht, der vom internationalen Verband der Musikindustrie, IFPI, stammen soll und Torrentfreak zugespielt wurde, illustriert die Pläne der Branche gegen illegale Downloads. Er ist auf den April 2012 datiert. Die Echtheit des Dokuments lässt sich nicht überprüfen, die Webseite hat auch nur eine Zusammenfassung und einzelne Diagramme daraus veröffentlicht.

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Ein besonderes Ärgernis für die Musikbranche sind demnach Filehoster, in den Charts als "Locker" bezeichnet. 236 solcher Angebote hat die IFPI im Jahr 2011 vor der Abschaltung von Megaupload untersucht, bei 75 Prozent davon wurden illegale Dateien gefunden. Filesonic macht dabei fast die Hälfte des Angebots aus, zusammen mit Fileserve und Wupload stellen die drei Dienste sogar drei Viertel der von der Musikbranche kritisierten Inhalte. Megaupload, das vor allem von der Filmindustrie bekämpft wurde, steht bei der Menge der Musikdateien nur auf Platz sieben.

Ein Weg, um Nutzern den Zugang zu solchen Diensten zu erschweren, sind Netzsperren. Die IFPI führt detailliert auf, in welchen Ländern solche Sperren auf welche Weise schon umgesetzt wurden. Dass solche Sperren für technisch versierte Nutzer leicht zu umgehen sind, gibt der Branchenverband unumwunden zu: "Nutzer mit mehr technischem Wissen könnten ISP-Blockaden mit VPNs oder Anonymisierungs-Proxys umgehen"

Einfluss auf Behörden und Regierungen geplant

Als zweiten Krisenherd hat die IFPI dem Bericht zufolge illegale Zahlungsdienste ausgemacht, die Musik gegen sehr geringe Beträge verkaufen, ohne dass Künstler und Vertrieb einen Anteil bekommen. Solche Angebote will der Verband durch Zusammenarbeit mit Werbedienstleistern wie Google Adsense von den Geldquellen abschneiden. Dazu soll es auch schon Kooperationen mit Kreditkartenunternehmen wie Visa und Mastercard geben.

Auch die Schaffung eines freundlichen Klimas bei "Strafverfolgungsbehörden und Gesetzgebern" steht laut dem Bericht auf der Agenda der IFPI. "Kooperationen, Partnerschaften und Informationsaustausch" soll es dafür geben. In einem Diagramm, das die Maßnahmen zum Schutz von Musik wie Puzzleteile darstellt, finden sich in einem einzelnen Teil die Begriffe "Rechtsstreitigkeiten und Lobbyarbeit"


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Captain 27. Jul 2012

Das hat u.a. mit einem Laden Namens GEMA zu tun...

Charles Marlow 26. Jul 2012

Schau mal von der derzeitigen US-Regierung den Lebenslauf des Vizepräsidenten an, dann...

Local_Horst 26. Jul 2012

Hehe, genau. Die könnten übergangslos so weiter machen. Statt von Haus zu Haus mit der...

TheWesleyCrushers 26. Jul 2012

Gehört Somalia überhaupt zu dem Verband? Wenn nicht, wie wollen sie den Piraten dann den...

nie (Golem.de) 26. Jul 2012

Die Untersuchung bezieht sich auf 2011, bevor Megaupload abgeschaltet wurde. Ich habe das...



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