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Ifo-Umfrage: Mehrheit sieht keine Produktivitätsverluste im Homeoffice

Die Mehrheit der deutschen Unternehmen geht davon aus, dass die Produktivität der Mitarbeiter durch Homeoffice nicht beeinträchtigt werde.

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Homeoffice (Symbolbild) (Bild: Pexels)

60,1 Prozent der vom Ifo-Institut befragten Unternehmen rechnen damit, dass die Leistungsfähigkeit ihrer Beschäftigten auch bei vollständiger Arbeit von zu Hause aus gleichbleibe.

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Nur 8,3 Prozent befürchten Produktivitätsverluste, 31,6 Prozent erwarten sogar eine höhere Produktivität im Homeoffice. Dies zeigt laut dem Institut, dass sich flexibles Arbeiten in vielen Branchen etabliert habe und die überwiegend positiven Erfahrungen ein Grund seien, warum Unternehmen auch in Zukunft auf Homeoffice setzten.

Homeoffice hat sich etabliert

Laut Ifo-Forscher Mathias Dolls spiegeln die Ergebnisse der Umfrage die Etablierung von Homeoffice in der deutschen Arbeitswelt wider. Seit mehr als einem Jahr liegt die Homeofficequote konstant bei einem Viertel der Beschäftigten. Die Erwartungen zur Produktivität im Homeoffice fallen dabei in den meisten Branchen ähnlich aus.

Eine Ausnahme bildet die Textilindustrie, wo rund 50 Prozent der Firmen eine höhere Produktivität durch die Rückkehr ins Büro erwarten. In der Druckindustrie und bei Autoherstellern ist dieser Anteil mit knapp 50 bzw. etwa 40 Prozent ebenfalls überdurchschnittlich hoch. In vielen anderen Branchen sind die Unternehmen jedoch von stabilen Produktivitätsniveaus im Homeoffice überzeugt.

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Hauptgründe für Homeoffice sind laut Umfrage die flexiblere Zeiteinteilung, weniger Ablenkung und eine höhere Zufriedenheit der Mitarbeiter. Eine bessere Work-Life-Balance wird ebenfalls als Vorteil genannt.

Firmen, die durch die Rückkehr ins Büro eine höhere Produktivität prognostizieren, erwarten eine Steigerung um 10 bis 20 Prozent. Effizientere Abstimmung und Kommunikation sowie mehr Wissensaustausch werden als Gründe angeführt. Einige Unternehmen gaben auch an, dass sich Teams im Büro besser managen ließen.

Das Ifo Institut befragte im August 2023 in Deutschland 9.000 Unternehmen.