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iFixit-Teardown: iPhone 12 mit günstigem Speicher schasst Qualcomm

Apple verzichtet beim iPhone 12 auf teuren RAM und arbeitet mit einem chinesischen Anbieter für die 5G-Antennen zusammen.
/ Marc Sauter
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mmWave-Antennenmodul von USI (Bild: iFixit)
mmWave-Antennenmodul von USI Bild: iFixit

Wie so oft verschafft ein Teardown eines iPhones interessante Einblicke in die Hardware der Smartphones: Die Bastler von iFixit(öffnet im neuen Fenster) haben sich das US-Modell des iPhone 12 (Test) vorgenommen und dabei offengelegt, dass Apple bei den Komponenten teils Überraschungen verbaut hat. Einige dienen wohl der Marge, andere machen die Geräte kompakter und verringern eine Abhängigkeit.

Auffällig ist beispielsweise, dass im iPhone 12 gleich zwei Platinen stecken: Eine trägt den A14 Bionic samt RAM sowie den U1-Chip und den Flash-Speicher, die andere das Modem und den Transceiver für 5G. Unerwartet verzichtet Apple auf LPDDR5-Arbeitsspeicher, stattdessen ist LPDDR4X-Arbeitsspeicher montiert. Das bedeutet weniger Geschwindigkeit und eine geringere Effizienz, spart aber im Gegenzug bares Geld.

Ein genauerer Blick auf die 5G-Technik zeigt zudem, dass Apple zwar vertragstreu ein 5G-Baseband von Qualcomm nutzt, konkret das schon etwas ältere Snapdragon X55. Die Qualcomm-Treue hört aber bei den drei mmWave-Antennen auf, wenngleich der US-amerikanische Hersteller die passenden QTM525-Modelle parat gehabt hätte. Stattdessen hat Apple mit USI zusammengearbeitet und offenbar gemeinsam mit den Chinesen eigene Module für die iPhone-Modelle entwickelt.

iPhone 12 und iPhone 12 Pro – Fazit
iPhone 12 und iPhone 12 Pro – Fazit (02:05)

Wie die c't(öffnet im neuen Fenster) mit Verweis auf Semi-Analysis(öffnet im neuen Fenster) berichtet, dürfte die Größe der Grund gewesen sein: Die QTM525-Modelle sind zu voluminös, erst die kompakteren QTM535 wären für die 7,4 mm dünnen iPhone 12 geeignet gewesen. Weil das dazugehörige X60-Modem jedoch eventuell zu spät im Entwicklungszeitraum verfügbar war oder aber Apple schlicht möglichst wenig von Qualcomm abhängig sein will, stammen die schlussendlich verwendeten mmWave-Antennenmodule von USI. In den deutschen iPhone 12 fehlen diese, da hierzulande auf Sub-6-GHz-Frequenzen gesetzt wird.


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