iFixit: Kleber und Nieten im neuen Macbook Pro 16 Zoll
Die Techniker von iFixit(öffnet im neuen Fenster) haben sich nicht nur die neue Tastatur des aktuellen Macbook Pro 16 Zoll angeschaut, sondern das Notebook komplett auseinandergebaut. Sie erhielten einen Blick auf die neue Kühllösung, das Mainboard und einige wenige leicht austauschbare Komponenten, die von vielen verklebten, verlöteten und vernieteten Teilen ergänzt werden. Insgesamt gibt das Team dem Notebook einen Reparaturwert von einem aus zehn Punkten. Im Vergleich zum Vorgänger hat sich dies nicht geändert.
Das Gehäuse des neuen Macbook Pro wird erneut mit Schrauben fixiert. Die untere Schale lässt sich recht einfach abnehmen und gleicht dem Vorgängermodell. Wie bei Microsofts Surface Laptop 3 sind auch bei Apples Notebook Komponenten durch Metalldeckel geschützt. Im Unterschied zum Microsoft-Produkt lässt sich allerdings keine neue SSD nachrüsten. Diese ist zusammen mit den RAM-Modulen, dem Intel-Prozessor und der dedizierten AMD-Radeon-Pro-GPU fest auf dem Mainboard verlötet. Auch der T2-Sicherheitschip der Vorgängergeneration ist wieder zu sehen.
Die zwei verbauten Lüfter hat Apple überarbeitet. Sie sollen eine verbesserte thermische Effizienz aufweisen und das System besser kühlen als zuvor. Es handelt sich um ein effizienteres Impeller-Design. Beide Lüftermodule lassen sich erneut durch Schrauben von der Gehäuseschale lösen. Auch die für Verschleiß anfälligen Thunderbolt-3-Buchsen sind verschraubt und damit recht leicht austauschbar. Das Trackpad ist wieder mit einem Flachbandkabel verbunden und kann ebenfalls relativ problemlos ausgewechselt werden.
Andere Teile sind durch Klebstoff und Nieten fest mit dem Gerät verbunden und kaum austauschbar. Der Akku und kleine Komponenten wie die Stereolautsprecher und die Touchbar zählen dazu. Der Energiespeicher fasst 99,8 Wattstunden – 10 Wattstunden mehr als der Vorgänger. Der Touch-ID-Sensor ist für iFixit ebenfalls ein Problem: Er ist mit dem Mainboard fest verbunden und agiert gleichzeitig als Power-Schalter. Wie die Thunderbolt-3-Ports könnte er daher ebenfalls schnell verschleißen.
Die Techniker gehen nicht auf das Display des neuen Macbook Pro ein. Dieses war durch die empfindlichen Flachbandkabel bei den Vorgängermodellen ebenfalls ein Problem.
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