• IT-Karriere:
  • Services:

iFixit: Glastausch beim Samsung Galaxy S6 Edge gefährdet das Display

IFixit hat das Samsung Galaxy S6 Edge auseinandergenommen und versucht, den typischen Glastausch zu simulieren. Dabei kann das flexible Super-Amoled-Display dahinter leicht Schaden nehmen. Im Vergleich zum S5 ist die Reparaturfreundlichkeit leicht gesunken.

Artikel veröffentlicht am ,
Samsung Galaxy S6 Edge mit abgehobenem Frontglas
Samsung Galaxy S6 Edge mit abgehobenem Frontglas (Bild: iFixit)

Die Profibastler von iFixit haben sich das Samsung Galaxy S6 Edge vorgenommen, die Reparaturfreundlichkeit bewertet und das Innenleben des Smartphones freigelegt. Der Akku lässt sich erst nach Entnahme mehrerer Teile inklusive der Hauptplatine entfernen und wenn das gewölbte Deckglas abgehoben wird, um es zum Beispiel nach Beschädigungen zu wechseln, könne das Display dahinter sehr leicht beschädigt werden, meint iFixit.

Stellenmarkt
  1. Stromnetz Hamburg GmbH, Hamburg
  2. Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH, Bonn-Röttgen

Das Metallgehäuse des Samsung Galaxy S6 Edge stellte die Bastler von iFixit beim Öffnen nicht vor unlösbare Probleme. Die Rückseite lässt sich nach Erwärmen des Klebstoffs mit einem Saugnapf abheben und gibt den Blick auf das Innere frei. Auf dem metallenen Mittelteil des Smartphones verbleiben Klebereste, während diese sich vom Glas der Rückseite leicht abziehen lassen.

  • Mit abgenommenem Frontglas und darunterlegendem Display  - Samsung Galaxy S6 Edge (Bild: iFixit)
  • Hauptplatine des Samsung Galaxy S6 Edge (Bild: iFixit)
  • Samsung Galaxy S6 Edge in Einzelteilen (Bild: iFixit)
Samsung Galaxy S6 Edge in Einzelteilen (Bild: iFixit)

An den Akku kommt der Anwender nach dem Entfernen der Rückseite trotzdem noch nicht heran, sondern muss mit einem Schraubendreher zu Werke gehen, um den mittleren Teileträger zu lösen, der den Blick auf die Hauptplatine nebst Akku freigibt - doch zunächst muss die Platine entfernt werden, damit letztlich der eingeklebte Akku vorsichtig entnommen werden kann. Einfach an einer Lasche herausheben lässt er sich nicht. Beim Galaxy S6 Edge ist ein Akku mit 10,01 Wattstunden und 3,85 Volt (2.600 mAh) verbaut.

Wie Chipworks in einer detaillierten Analyse der im Galaxy S6 verbauten Komponenten schon erkannt hatte, stecken neben dem Exynos-Prozessor viele Samsung-Bauteile im S6, aber kein einziges von Qualcomm. Im Galaxy S5 und zum Beispiel Apples iPhone 6 stecken zahlreiche Bauteile vom Prozessor über das LTE-Modem bis hin zum WLAN-Modul von Qualcomm.

Etwas verwundert gibt sich iFixit angesichts des USB-2.0-Anschlusses, der gegenüber dem USB-3.0-Modell beim Samsung S5 zwar kleiner ist, aber einen Rückschritt in Sachen Übertragungsgeschwindigkeit darstellt. Das vordere, gebogene Display ist ebenfalls geklebt und lässt sich nach dem gleichmäßigen Erwärmen lösen. Es soll nach einem Bericht der taiwanischen Website Technews mit einer recht geringen Ausbeute gefertigt werden. Angeblich kann nur jedes zweite Glas verwendet werden.

  • Das Galaxy S6 Edge von Samsung (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Galaxy S6 Edge hat an beiden Rändern ein gebogenes Display. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Unterseite des Galaxy S6 Edge (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Rahmen des Smartphones ist aus Metall. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Seitendisplays sind deutlich schmaler als beim Galaxy Note Edge. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Seitendisplays messen jeweils nur eine Breite von 1,8 mm. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Hier zu erkennen: Die Schaltfläche zum Öffnen der VIP-Kontakte. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Rückseite ist aus Glas, Samsung verzichtet beim Gehäuse des Galaxy S6 Edge auf Kunststoff. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Galaxy S6 Edge im Vergleich zum Galaxy S6 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Galaxy S6 Edge im Vergleich zum Galaxy S6 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Galaxy S6 Edge im Vergleich zum Galaxy S6 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Galaxy S6 Edge im Vergleich zum Galaxy S6 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Das Galaxy S6 Edge von Samsung (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Das darunterliegende Display ist sehr fragil, aber immerhin nicht mit dem Glas verbunden. Das erlaubt eigentlich einen separaten Austausch. Das Super-Amoled-Display des Samsung S6 Edge ist an den Seiten gekrümmt und recht flexibel. Das macht es nach Meinung von iFixit aber auch sehr defektanfällig, vor allem beim Austausch des Glases. Was der Tausch bei Samsung kostet, ist noch nicht bekannt.

Insgesamt gibt iFixit dem Samsung Galaxy S6 Edge drei von zehn Punkten in Hinsicht auf die Reparierbarkeit des Smartphones. Das S5 bekam noch fünf Punkte. Positiv bewertet wird die hohe Modularität des Smartphones, durch die sich viele Komponenten austauschen lassen. Auch die Tatsache, dass das Display nicht mehr entfernt werden muss, um die Hauptplatine auszutauschen, sehen die Bastler positiv.

Die Glasflächen auf Vorder- und Rückseite des Smartphones machen das Öffnen durch Verwendung von Kleber nicht leicht und auch beim Akkutausch muss man nicht nur Kleber überwinden, sondern vorher noch viele Teile entfernen. Besonders negativ sieht iFixit jedoch den Austausch des Frontglases, weil dabei das Display leicht zerstört werden kann. Zum Vergleich: Das iPhone 6 Plus erhält wegen seiner Reparaturfreudlichkeit sieben von zehn möglichen Punkten von iFixit.

Allerdings ist bei diesen Vergleichstests zu beachten, dass wohl kaum ein Anwender noch selbst zum Schraubendreher, Wärmekissen und ähnlichen Utensilien greift, sondern die meisten ihr Smartphone bei einer Reparaturwerkstatt oder dem Händler abgeben beziehungsweise einschicken werden. Insofern kommt es vor allem auf die Reparaturpreise an, die verlangt werden - und die hängen nicht nur vom Arbeitsaufwand, sondern auch von den Ersatzteilpreisen ab.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Hardware-Angebote

Folgen Sie uns
       


Besuch beim Cyberbunker

Wir haben uns den ominösen Cyberbunker an der Mosel oberhalb von Traben-Trarbach von außen angeschaut.

Besuch beim Cyberbunker Video aufrufen
Mafia Definitive Edition im Test: Ein Remake, das wir nicht ablehnen können
Mafia Definitive Edition im Test
Ein Remake, das wir nicht ablehnen können

Familie ist für immer - nur welche soll es sein? In Mafia Definitive Edition finden wir die Antwort erneut heraus, anders und doch grandios.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Mafia Definitive Edition angespielt Don Salieri wäre stolz
  2. Mafia Definitive Edition Ballerei beim Ausflug aufs Land
  3. Definitive Edition Das erste Mafia wird von Grund auf neu erstellt

Pinephone im Test: Das etwas pineliche Linux-Phone für Bastler
Pinephone im Test
Das etwas pineliche Linux-Phone für Bastler

Mit dem Pinephone gibt es endlich wieder ein richtiges Linux-Telefon, samt freier Treiber und ohne Android. Das Projekt scheitert aber leider noch an der Realität.
Ein Test von Sebastian Grüner

  1. Linux Mehr Multi-Touch-Support in Elementary OS 6
  2. Kernel Die Neuerungen im kommenden Linux 5.9
  3. VA-API Firefox bringt Linux-Hardwarebeschleunigung auch für X11

CalyxOS im Test: Ein komfortables Android mit einer Extraportion Privacy
CalyxOS im Test
Ein komfortables Android mit einer Extraportion Privacy

Ein mobiles System, das sich für Einsteiger und Profis gleichermaßen eignet und zudem Privatsphäre und Komfort verbindet? Ja, das geht - und zwar mit CalyxOS.
Ein Test von Moritz Tremmel

  1. Alternatives Android im Test /e/ will Google ersetzen

    •  /