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IETF Webpackage: Wie das Offline-Internet auf SD-Karte kommen könnte

Einmal die Woche kommt das Internet: Filme, Serien oder ganze Webseiten werden auf Festplatten, SD-Karten oder per Smartphone verteilt. Das ist Realität in Kuba oder anderen Weltgegenden mit schlechter Anbindung. Doch ein Standard dafür ist sehr schwierig umzusetzen.

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In einige Gegenden der Welt kommt das Internet nur offline, zum Beispiel per SD-Karte.
In einige Gegenden der Welt kommt das Internet nur offline, zum Beispiel per SD-Karte. (Bild: Alejandro Gómez, flickr.com/CC-BY 2.0)

Große Teile der Weltbevölkerung haben keinen oder nur einen sehr schlechten Zugang zum Internet. Um trotzdem am Leben mit dem Internet teilhaben zu können, tauschen Menschen Inhalte schlicht offline, über Festplatten, SD-Karten oder auch per Direktverbindung zwischen zwei Smartphones. Am bekanntesten ist dieses Vorgehen wohl aus Kuba, es tritt allerdings weltweit auf. Wohl deshalb möchte Jeffrey Yasskin aus Googles Chromium-Team diese Methode standardisieren.

Inhalt:
  1. IETF Webpackage: Wie das Offline-Internet auf SD-Karte kommen könnte
  2. Webseiten aufnehmen, signieren, bündeln

Natürlich halten sich Nutzer in dem eingangs beschriebenen Szenario nicht immer an Urheberrechte, weshalb einige Smartphone-Apps ihren Nutzern bereits von Haus aus legal anbieten, Inhalte offline zu nutzen oder gar weiterzuverteilen. Prominente Beispiele sind hier etwa die App von Netflix oder das in Indien vorgestellte Youtube Go.

Derartige Anstrengungen großer Hersteller werden aber auch langfristig nicht mehr als Beispiele für die Umsetzbarkeit sein. Das Internet mit seinen unzähligen Inhalten ist schlicht zu vielfältig, als dass alle Anbieter, egal wie groß, solche Modelle umsetzen. Ebenso ist klar, dass die Nutzer ihre Inhalte trotzdem weiter offline verteilen wollen. Um dieses Vorgehen wenigstens einigermaßen in geordnete Bahnen zu lenken, erwägt Yasskin nun eben Standards dafür.

Ein Webpaket für Offline-Seiten

Die Idee, die Yasskin auf dem IETF Meeting 99 vorstellt (PDF), das derzeit in Prag stattfindet, ist dabei denkbar einfach. Künftig soll es ein standardisiertes Format geben, das vorerst schlicht Webpackage heißt, in dem eine Webseite zur Offline-Nutzung gespeichert werden kann. Zusätzlich dazu soll es ein einheitliches Verhalten der Webbrowser geben, dieses Paket zu laden, was im World Wide Web Consortium (W3C) standardisiert werden soll.

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Probleme für den Vorschlag ergeben sich aber schon bei ersten konkreten Überlegungen, die über die grundlegende Idee hinausgehen. Das fängt schon dabei an, dass sich Yasskin selbst darüber im Unklaren ist, ob die IETF überhaupt das richtige Gremium für diese Arbeit wäre, und wenn ja, in welchem Umfang. Deshalb wird der Vorschlag zunächst auch in der Dispatch Arbeitsgruppe diskutiert, die das Thema möglicherweise an eine existierende Arbeitsgruppe überträgt oder gar eine neue dafür einsetzt. Hinzu kommen auch noch einige praktische Erwägungen, die die Umsetzung erschweren könnten.

Webseiten aufnehmen, signieren, bündeln 
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Stiffler 27. Jul 2017

Jo, ich erinnere mich noch stolz an meine CD-Sammlungen vom tp://sunsite.unc.edu/ Hier...

Golressy 19. Jul 2017

Briefschach bestimmt ;-)

Spaghetticode 19. Jul 2017

Ich würde nicht darauf vertrauen, dass archive.org die Internetseite speichert. Lieber...

kelson42 18. Jul 2017

ZIM ist universal und schon stark genutzt. http://www.openzim.org/ http://www.kiwix.org/

FlowPX2 18. Jul 2017

ja bzgl. Wissen absichern hatte ich auch mal angedacht. Glaube habe das Projekt aber vor...


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