IETF-Standard: Erste Quic-Tests kommen noch diesen Sommer

Zwar hat die IETF-Standardisierung des Protokolls Quic erst begonnen, erste übergreifende Tests könnten aber schon diesen Sommer stattfinden. Quic entfernt sich damit von der ursprünglichen Implementierung von Google und bringt Vorteile für HTTP/2.

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Die Kombination von Quic und HTTP/2 wird wohl die Zukunft des Webs.
Die Kombination von Quic und HTTP/2 wird wohl die Zukunft des Webs. (Bild: Seth Stoll, Flickr.com/CC-BY-SA 2.0)

Der Curl-Entwickler und Mozilla-Angestellte Daniel Stenberg gibt sich auf der Fosdem-Konferenz, die derzeit in Brüssel stattfindet, sehr zuversichtlich: Erste weitgehende Tests mit dem Protokoll Quic außerhalb der Implementierungen von Google könnten schon in diesem Sommer stattfinden. Damit wäre ein wohl sehr wichtiger Meilenstein der IETF-Standardisierung schon sehr früh erreicht.

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Das ursprünglich von Google als schnelle Alternative zu verschlüsselten TCP-Verbindungen erdachte Quic ist im vergangenen Sommer auf dem IETF-Meeting in Berlin offiziell von einer Arbeitsgruppe übernommen worden, die an der Standardisierung arbeiten soll. Dabei werden wohl einige Teile der von Google genutzten Implementierung durch IETF-Standards ersetzt. Das gilt allen voran für die Verschlüsselung, die künftig TLS 1.3 nutzen wird.

Quic ist gut für HTTP/2

Stenberg, der auch sehr aktiv an der Standardisierung von HTTP/2 beteiligt gewesen ist, erklärt darüber hinaus, dass die Verwendung von Quic auch für HTTP/2 sehr wichtig sein wird. Denn einer der gravierenden Nachteile von HTTP/2 auf Basis von TCP zeigt sich bei einer sehr schlechten Verbindungsqualität mit vergleichsweise hohem Paketverlust.

Denn hier führt das sogenannte Head-of-line-Blocking von TCP zu massiven Geschwindigkeitsnachteilen von HTTP/2 im Vergleich zu HTTP 1.1. Quic löse dieses grundlegende Problem, da es auf UDP basiere und eben nicht auf TCP. Die Zukunft und der "Nachfolger" von HTTP/2 wird laut Stenberg damit wohl auch nicht HTTP/3, sondern HTTP/2 mit der Verwendung von Quic.

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Dass diese Vorgehensweise erfolgreich umgesetzt werden kann, zeigt Google. Das Unternehmen nutzt die Kombination aus Quic und HTTP/2 bereits auf seinen eigenen Diensten wie etwa Youtube. Was bei der Standardisierung laut Stenberg noch fehle, seien lediglich einige andere Implementierungen als jene von Google. Diese werden wohl aber nicht so zahlreich wie bei HTTP/2.

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