IETF: Letzte Runde für HTTP/2-Spezifikation

Die letzte Phase für Veränderungen an der Spezifikation vor der finalen Veröffentlichung von HTTP/2 hat begonnen. Es gibt kaum noch Probleme, und die neue Version könnte noch dieses Jahr erscheinen.

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Die letzte Runde für Veränderungen an HTTP/2.0 hat begonnen.
Die letzte Runde für Veränderungen an HTTP/2.0 hat begonnen. (Bild: IETF)

Bereits in wenigen Wochen könnte die formale Spezifikation von HTTP/2.0 abgeschlossen sein: Am 1. September endet die Möglichkeit, bestehende Probleme mit dem aktuellen Entwurf in der 14. Version zu melden, wie der Vorsitzende der Arbeitsgruppe Mark Nottingham auf der Mailingliste mitteilt.

Den Beginn dieser letzten Runde begründet Nottingham damit, dass die Liste mit Problemen an dem Entwurf abgearbeitet sei. Jetzt sollen alle Beteiligten noch eine Chance haben, Probleme zu melden oder ihre Unterstützung und Pläne für eine Implementierung darzulegen. Erklärtes Ziel dieser letzten Diskussionsphase ist es, einen Konsens zum Wortlaut der Spezifikation zu erreichen oder zumindest eine größtmögliche Zustimmung. Mit schwerwiegenden Hindernissen ist in dieser Phase aber wohl nicht mehr zu rechnen.

Die Grundlage für die Revision von HTTP bildete das von Google initiierte SPDY, das Webverbindungen vor allem beschleunigen soll. In dem üblichen Diskussionsprozess hat die Internet Engineering Task Force (IETF) die ursprüngliche Spezifikation zwar deutlich erweitert und aus Sicht vieler auch verbessert, doch sind nicht alle mit diesem Vorgehen zufrieden.

So rief FreeBSD-Entwickler Poul-Henning Kamp die Community noch im Juni dieses Jahres zu einem kompletten Neuanfang für das Protokoll auf, da er SPDY eher als Behinderung denn als Bereicherung für den Fortschritt von HTTP/2.0 ansieht. Dies ist aber eine Einzelmeinung, fast alle anderen mit ernsthaftem Interesse an HTTP/2.0 unterstützen den Entwurf, so dass davon auszugehen ist, dass das Protokoll bald in den gängigen Webtechnologien verwendet werden wird.

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