IETF: HTTP über Quic wird zu HTTP/3

Obwohl sich HTTP/2 noch nicht besonders weit im Internet durchgesetzt hat, arbeitet die IETF bereits an HTTP/3. Dabei handelt es sich um die Verwendung von HTTP über das neu spezifizierte Quic-Transportprotokoll.

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HTTP/3 nutzt Quic als Transport.
HTTP/3 nutzt Quic als Transport. (Bild: Pixabay/CC0 1.0)

Kurz nachdem Google angefangen hat, das hauseigene Protokoll Quic zur Verfügung zu stellen und auch für seine eigenen Dienste großflächig zu nutzen, hat die Internet Engineering Task Force (IETF) damit begonnen, das Quic-Protokoll als einheitlichen Internetstandard mit der Beteiligung der Community zu erstellen. Das dabei ebenfalls erstellte Protokoll HTTP-über-Quic heißt künftig HTTP/3, wie der Mozilla-Entwickler Daniel Stenberg schreibt.

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Die Arbeitsgruppe der IETF nutzte zwar Googles Quic-Protokoll als Grundlage für eigene Arbeiten, inzwischen sind die beiden Protokolle jedoch sehr verschieden zueinander. Einer der wohl wichtigsten konzeptuellen Unterschiede ist, dass die IETF Quic in ein Transportprotokoll und darüberliegende Schichten aufgeteilt hat. So sollen auch andere Protokolle als HTTP mit Quic als Transportschicht genutzt werden können.

HTTP/3 nutzt Quic

Damit gehen verschiedene Änderungen an HTTP selbst einher, denn HTTP-über-Quic steht in keiner unmittelbaren Verbindung zu HTTP/1 und HTTP/2, darüber hinaus sei dieses neue Protokoll auch nicht HTTP/2-über-Quic, wie der Akamei-Angestellte Mike Bishop die Situation in einem Vortrag auf dem vergangenen IETF-Meeting 103 beschreibt. Außerdem habe sich die HTTP-Arbeitsgruppe der IETF explizit dagegen ausgesprochen, die für HTTP-über-Quic notwendigen Erweiterungen und Anpassungen auf HTTP/2 zurückzuportieren. HTTP-über-Quic ist demzufolge eine neue Technik.

Ähnlich wird die Situation auch von der Quic-Arbeitsgruppe der IETF eingeschätzt, wie deren Notizen aus der Sitzung des IETF-Meetings zeigen. Dort wird HTTP-über-Quic gar als harter Fork von HTTP bezeichnet. Eine Umbenennung ist demnach unvermeidlich. Die beiden Arbeitsgruppen für Quic und HTTP haben deshalb dem Vorschlag zur Umbenennung des Protokolls in HTTP/3 zugestimmt. Der Vorschlag für diesen Namen stammt ursprünglich von dem Vorsitzenden der HTTP-Arbeitsgruppe Mark Nottingham.

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Während des IETF-Meetings vergangene Woche gelang es dem Dienstleister Lightspeedtech gemeinsam mit Facebook darüber hinaus, erstmals eine Interoperabilität zweier Implementierungen des nun neuen HTTP/3 herzustellen. Bis zur Standardisierung und generellen Verfügbarkeit von HTTP/3 vergehen wohl aber noch Monate oder eher Jahre.

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