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IETF: HTTP/2-Spezifikation kurz vor Standardisierung

In wenigen Wochen könnte HTTP/2 offiziell standardisiert werden. Die zuständige Arbeitsgruppe hat die Entscheidung an das IETF-Leitungsgremium übergeben, noch sind aber Kommentare zugelassen. Zuletzt sind die Details zur Verschlüsselung erweitert worden.
/ Sebastian Grüner
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Nur noch das IETF-Leitungsgremium muss HTTP/2 zustimmen. (Bild: IETF)
Nur noch das IETF-Leitungsgremium muss HTTP/2 zustimmen. Bild: IETF

Die mit der Erstellung von HTTP/2 befasste Arbeitsgruppe hat ihre Spezifikationen für die neue Protokollversion(öffnet im neuen Fenster) sowie für die Header-Kompression HPACK(öffnet im neuen Fenster) an die IESG(öffnet im neuen Fenster) übergeben. Dieses Leitungsgremium der Internet Engineering Task Force (IETF) genehmigt letztlich die Veröffentlichung von Internetstandards.

Die IESG gibt allen Beteiligten und Interessierten noch bis Mitte Januar Zeit für letzte Kommentare zu den Spezifikationen. In einigen Wochen will das Gremium über den Standard entscheiden. Dies ist wohl aber eher eine Formsache: Es ist nicht davon auszugehen, dass die IESG den durch die Httpbis-Arbeitsgruppe erstellten Entwürfen widerspricht. Es könnten aber kleinere Änderungen verlangt werden.

Im August vergangenen Jahres hatte Mark Nottingham , der Leiter der Arbeitsgruppe, dazu aufgerufen, noch ausstehende Probleme zu melden. Seitdem sind hauptsächlich redaktionelle Fehler behoben worden wie etwa nicht mehr aktuelle Verweise. Die letzten großen technischen Änderungen(öffnet im neuen Fenster) an der Spezifikation zu HTTP/2 betreffen detaillierte Ausführungen zum Umgang mit TLS in Version 1.2 oder höher, das für verschlüsselte Verbindungen zwingend vorgesehen ist. So wird etwa eine Blacklist für Chiffren angegeben, die nicht verwendet werden sollten. Dies umfasst vor allem jene, die keinen flüchtigen Schlüsselaustausch erlauben.

Die Grundlage für die neue Version von HTTP bildete SPDY, das Google initiiert hat und Webverbindungen vor allem beschleunigen soll. Allerdings waren nicht alle Entwickler mit dieser Wahl zufrieden.


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