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IETF: HTTP 2.0 ist fertig

Die Diskussionen um den HTTP/2-Standard sind beendet. Der fertige Entwurf wird bald als RFC publiziert. HTTP/2-fähige Browser und Server sollten nicht lange auf sich warten lassen.
/ Alexander Merz
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Nur noch das IETF-Leitungsgremium muss HTTP/2 zustimmen. (Bild: IETF)
Nur noch das IETF-Leitungsgremium muss HTTP/2 zustimmen. Bild: IETF

Am 18. Februar 2015 hat Mark Nottingham in seinem Blog(öffnet im neuen Fenster) mitgeteilt, dass die Internet Engineering Steering Group(öffnet im neuen Fenster) (IESG) die Diskussion um den HTTP/2-Standard beendet habe und er fixiert worden sei. Als letzter Schritt fehlt nur noch die formale Anerkennung als offizieller RFC-Standard(öffnet im neuen Fenster) , inhaltliche Änderungen können sich daraus aber nicht mehr ergeben.

Das initiale Ziel von HTTP/2 ist die Beschleunigung der Client-Server-Kommunikation, um Webinhalte schneller zu laden. Erreicht werden soll das unter anderem durch eine Kompression von HTTP-Header-Daten und dem parallelen Laden von Inhalten über eine einzelne TCP-Verbindung. Ursprünglich nicht vorgesehen, aber später hinzugefügt wurde die generelle Verschlüsselung der Übertragung. HTTP/2 soll dabei kompatibel zum bestehenden HTTP/1.1-Standard bleiben, die grundlegende Syntax bleibt gleich.

Bereits seit dem vergangenen Jahr existieren server- wie auch clientseitige Implementierungen für HTTP2, mit deren Hilfe der Entwurf auf die Praxistauglichkeit getestet werden konnte. Das verlief allerdings nicht immer problemlos .

Die Weiterentwicklung des bereits 1999 veröffentlichen HTTP/1.1-Standards wurde in den vergangenen Jahren immer wieder angeregt. Ernsthafte Diskussionen begannen aber erst, als Google SPDY als Alternative zu HTTP/1.1 vorstellte. Implementiert wurde SPDY clientseitig von Chrome, Firefox und sogar vom Internet Explorer . Serverseitig wurde SPDY unter anderem vom Apache Webserver unterstützt . In der Folge boten auch verschiedene Webseiten und Webdienste bereits Unterstützung des Standards an, wie zum Beispiel Twitter.

Ursprünglich basierte der Entwurf für HTTP/2 auf SPDY. Das zog Kritik auf sich . Die existierenden SPDY-Implementierungen zeigten aber Mängel im Standard auf, einschließlich potenzieller Sicherheitsrisiken. Diese Probleme wurden bei den weiteren Arbeiten an HTTP/2 berücksichtigt. HTTP/2 unterscheidet sich deshalb von SPDY.


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