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IETF: "Älteste des Internets" entschuldigen sich für Social Media

In einem offensichtlich nicht ganz ernst gemeinten Vorschlag der IETF entschuldigen sich die "Ältesten des Internets" für die Unannehmlichkeiten heutiger sozialer Netzwerke. Als Hilfe schlagen sie Memes, Blocklisten und Whisky vor.

Artikel veröffentlicht am ,
Die "Ältesten des Internets" sind mit den Auswüchsen ihrer Erfindung nicht zufrieden.
Die "Ältesten des Internets" sind mit den Auswüchsen ihrer Erfindung nicht zufrieden. (Bild: Robert, flickr.com/CC-BY 2.0)

Eine Gruppe, die sich "Älteste des Internets"nennt, hat bei der Internet Engineering Task Force (IETF) einen Entwurf veröffentlicht, in dem sich das Gremium für die aktuellen, teils sehr negativen Auswüchse bei der Nutzung sozialer Netzwerke entschuldigen will. Der Entwurf, der kein Internet-Standard werden soll, sondern lediglich der weiteren Information dient, ist zwar offensichtlich ein Scherz, verweist aber auch auf eine langanhaltende Diskussion innerhalb der IETF und die Grenzen der Organisation.

Inhalt:
  1. IETF: "Älteste des Internets" entschuldigen sich für Social Media
  2. Diskussionen über Aufgabe der IETF

"In letzter Zeit haben Sie möglicherweise einen dramatischen Anstieg der Menge an Schmähungen, Empörung, Hassreden und allgemeinem Zorn auf Ihrem bevorzugten Social-Media-Kanal bemerkt. Die Ältesten des Internets entschuldigen sich vorbehaltlos für diese Störung", heißt es in dem Entwurf. Das Team sei mit dem Standard gegen tiefgreifende Netzwerküberwachung (RFC 7258) beschäftigt gewesen, der die "US-Regierung, Comcast, ihre lokalen ISP und irgendwelche Typen im Café" aus den Angelegenheiten der einzelnen Nutzer heraushalten soll, wie es die "Ältesten" formulieren.

Die Beteiligten seien dabei von der negativen Entwicklung des Diskurses im Internet überrascht worden, heißt es weiter. "Rückblickend hätten wir es wissen müssen. Das Usenet war eine ziemlich klare Warnung. Wir werden es besser machen", wird in dem Entwurf versprochen. Damit das auch tatsächlich gelingt, werden Empfehlungen für ein künftiges Verhalten der Nutzer ausgesprochen.

Blocken und Whisky statt Hass im Netz

So könnten etwa Memes dabei helfen, von der "tief empfundenen Empörung" wegzukommen. Diese sei immerhin das "Methadon des Internets". In Bezug auf die Nutzung sozialer Netzwerke wird das Einrichten persönlicher Blocklisten empfohlen. Begonnen werden könnte hier etwa mit dem Blocken von Wörtern wie "Trump".

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Der beste Weg sei jedoch, das Spiel einfach nicht mitzuspielen und sich von sozialen Netzwerken fernzuhalten. Das könne die "produktive und authentische Beteiligung an echten gesellschaftlichen Fragen" erhöhen. Für all jene, die aber ihre Nutzung sozialer Netzwerke weder einschränken noch beenden können, wird schlicht der Konsum von Whisky empfohlen. Zu den bei der IETF üblichen Sicherheitsüberlegungen neuer Entwürfe und Standards heißt es lediglich: "Die Sicherheit des Internets ist das geringste eurer Probleme".

Mit der Wahl der Bezeichnung "Älteste des Internets" verweisen die Autoren klar auf einen Gag aus der britischen Serie The IT Crowd, in dem das Internet als kleiner, schwarzer Kasten dargestellt wird und Stephen Hawking Teil der Ältesten des Internets ist. Sie nehmen darauf Bezug und bekunden ihre Trauer über den Tod ihres ehemaligen Mitglieds. Das Veröffentlichen des Entwurfs ist wohl aber nicht nur als Scherz gedacht, sondern auch als Kommentar auf die Community innerhalb der IETF.

Diskussionen über Aufgabe der IETF 
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LordSiesta 19. Jul 2018

Alles gute Punkte, Leute, und ich finde, Clown trifft es auf den Punkt. Man sieht die...


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