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Gleiche Probleme, unterschiedliche Lösungen

Aufgrund der starken Annäherung im Aufbau eines 5G-Netzes an das klassische Internet müssen die jeweiligen Betreiber, die oft sowohl ISP als auch Mobilfunkprovider sind, künftig schlicht auch ähnliche Probleme lösen. Auch das bekräftigt die nun angestrebte Zusammenarbeit.

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Davon betroffene Arbeitsbereiche sind etwa das Traffic Management, Congestion Control oder die Virtualisierung von Netzwerkfunktionen (NFV). Auf dem IETF Meeting 99 zeigt sich diese Überschneidung zum Beispiel in der Sitzung der speziell eingesetzten Arbeitsgruppe zum Network Slicing, auf dem auch Mayer dieses Konzept und dessen mögliche Umsetzung in 5G-Netze beschrieb (PDF). Das Slicing soll das Prinzip der anwendungsspezifischen Netze etablieren.

Unterschiedliche Arbeitsweisen als Hindernis

Doch trotz ähnlicher Problemstellungen und der eventuell angestrebten gleichen Lösungen auf Protokollebene innerhalb der IETF und des 3GPP gibt es Dinge, die die Gremien nahezu fundamental voneinander trennen und die die von beiden Seiten eigentlich gewollte Zusammenarbeit erschweren könnten.

So arbeitet das 3GPP mit strikten Terminen für die Veröffentlichungen ihrer Spezifikationen. Bei der IETF sind Standards und deren Ausarbeitung hingegen nicht an einen Zeitplan gebunden. Die Standards werden als solche veröffentlicht, wenn die entsprechende Arbeitsgruppe das für angebracht erachtet.

Verlangsamt wird das Prinzip der Standardisierung bei der IETF durch das als Rough Consensus (grober Konsens) beschriebene Entscheidungsprinzip, bei dem explizit keine Mehrheitsentscheidung getroffenen werden soll, sondern auch Minderheitsmeinungen betrachtet werden sollen. Dem gegenüber steht der Tough Consensus (Harter Konsens) des 3GPP: Gibt es auch nur eine Gegenstimme, wird ein Vorschlag vorerst nicht angenommen und dann eventuell erst in dem kommenden Release genutzt. Diese verschiedenen Modelle zur Entscheidungsfindung erschweren eine parallele Arbeit in beiden Gremien.

Ein von einigen Beteiligten der IETF mehrfach vorgebrachtes Problem ist zudem, dass anders als bei der IETF im 3GPP nicht einfach jeder Interessierte teilnehmen kann. Für Privatpersonen oder etwa Mitarbeiter einer Universität ist es wesentlich schwieriger oder gar unmöglich, an den Gremium des 3GPP teilhaben zu können. Die 3GPP-Mitglieder können dagegen einfach zu den IETF-Meetings kommen oder online an den entsprechenden Diskussionen teilnehmen.

Für Mayer ist diese Argument zwar nachvollziehbar, er glaubt aber auch, dass eine größere Beteiligung von externen IETF-Experten im 3GPP dennoch möglich ist, etwa über Unternehmen oder Forschungsprojekte, die eventuell von staatlichen oder supranationalen Organisationen wie der EU getragen werden.

Ein für Mayer drängenderes Problem ist dagegen eher die geringe Zeit, die Beteiligte aus 3GPP und IETF gemeinsam zur Lösung ihrer Probleme nutzen können. Die Arbeit in einem einzigen der Gremien sei immerhin schon von Vollzeitjob. Für eine erfolgreiche Umsetzung von 5G bleibt den beteiligten Unternehmen wohl aber nichts anderes übrig, trotz allem die Annäherung von IETF und 3GPP voranzutreiben.

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Sinnfrei 19. Jul 2017

Ja, Geldverschwendung.

schily 19. Jul 2017

Ich erhoffe mir davon aber im Naturschutzgebiet gleichzeitig telefonieren und z.B...


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