IEC 62700: Ein Ladegerät für alle Notebooks

Das IEC präsentiert seine Idee eines einheitlichen Ladesteckers für Notebooks. Vor allem Endkundennetzteile sind Wegwerfware, während Geschäftskundennetzteile zumindest bei einzelnen Herstellern weiterverwendet werden können. Doch diese bauen ihre Infrastruktur ohnehin gerade um.

Artikel veröffentlicht am ,
Das IEC will zumindest einen Teil der Stromversorgung von Notebooks vereinheitlichen.
Das IEC will zumindest einen Teil der Stromversorgung von Notebooks vereinheitlichen. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)

Die International Electrotechnical Commission hat die Technical Specification 62700 in Aussicht gestellt, die einheitliche Netzteile für Notebooks schaffen soll. In diesem Zukunftsszenario ließe sich dann etwa mit einem Apple-Netzteil ein Acer-Notebook aufladen, was Ressourcen schonen soll. Details verrät die IEC noch nicht, verweist aber auf die Schwierigkeiten. So sind Netzteile häufig unterschiedlich schwer, da sie unterschiedliche Leistungen haben. Bei einem Ultrabook reicht beispielsweise ein leichtes 45- bis 65-Watt-Netzteil. Mobile Workstations brauchen mehr als 100 Watt.

Inhalt:
  1. IEC 62700: Ein Ladegerät für alle Notebooks
  2. Manche Netzteilsysteme werden nach Jahren abgelöst

Die neue Spezifikation soll Stecker und Buchse definieren, damit die Netzteile nicht einfach weggeworfen werden. Sicherheitsrelevante Bereiche sollen genauso beachtet werden wie die Kompatibilität und Leistungsmerkmale. Selbst Umweltaspekte sollen berücksichtigt werden. Kompatibel soll das System jedoch nur mit Notebooks sein. Zwar gibt es Bemühungen für ein echtes universelles Netzteil, doch statt einen "heutzutage nicht erreichbaren Traum" zu verfolgen, sieht die IEC mehr Sinn in einer Lösung für den Notebookmarkt.

Im Geschäftskundenbereich sind langlebige Netzteile die Regel

Die Befürchtungen der IEC betreffen vor allem den Endkundenmarkt. Dort kann es mitunter tatsächlich vorkommen, dass mit dem Notebook auch gleich das Netzteil entsorgt wird. Im Geschäftskundenmarkt können sich die Notebookhersteller ein solches Verhalten hingegen selten erlauben. Die Einkäufer würden sich beschweren, wenn mit jeder Notebookgeneration ein neuer Netzteiltyp in der Firma angeschafft werden müsste. Zwar müssen auch hier unterschiedliche Wattzahlen beachtet werden, doch der Stecker bleibt bei vielen Angeboten eines Herstellers kompatibel, mitunter mehr als zehn Jahre. Es lässt sich allerdings kein Dell-Rechner mit einem Lenovo-Netzteil aufladen.

Bei solchen Netzteilsystemen gibt es keinen Bedarf, sie zu entsorgen. Zur Müllvermeidung könnten Hersteller darauf verzichten, Netzteile auszuliefern. Doch der Anwender würde sich vermutlich darüber beschweren, dass er für ein Netzteil extra zahlen muss.

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Manche Netzteilsysteme werden nach Jahren abgelöst 
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Lala Satalin... 18. Dez 2013

ACER? Sollte man sowieso nicht kaufen...

Johnny Cache 18. Dez 2013

Eine magnetische Halterung ist die offensichtliche Lösung für eine leicht trennbare...

EvilSheep 18. Dez 2013

Man könnte ja auch ohne Probleme das Kabel austauschbar machen so dass nur dieses ersetzt...

EvilSheep 18. Dez 2013

Hab jetzt grad den Aufbau eines typischen Netzteils nicht genau vor Augen. Theoretisch...

as (Golem.de) 17. Dez 2013

Hi, das Foto habe ich in Zürich geschossen, von daher: Schweiz. ;) gruß -Andy (Golem.de)



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