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IEA-Report: Elektrifizierung ist der Schlüssel zur Energiesicherheit

Bereits eine Steigerung der Elektrifizierung um 12 Prozentpunkte würde die Versorgungssicherheit erhöhen, Kosten senken und die Wirtschaft stärken.
/ Mario Petzold
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Weltweit, wie hier in Südafrika, nimmt der Anteil erneuerbarer Energien am Gesamtsystem zu. (Bild: AFP via Getty Images/Rodger Bosch)
Weltweit, wie hier in Südafrika, nimmt der Anteil erneuerbarer Energien am Gesamtsystem zu. Bild: AFP via Getty Images/Rodger Bosch

Ein Bericht der Internationalen Energieagentur(öffnet im neuen Fenster) zeigt, dass die Zunahme der Elektrifizierung der entscheidende Schritt zur Sicherung der Energieversorgung ist. Als internationales Ziel wird durch die aktuelle UN-Klimakonferenz angestrebt, dass bis 2035 mindestens 35 Prozent des Endenergiebedarfs durch Strom abgedeckt werden. Aktuell liegt die Quote der Elektrifizierung bei 23 Prozent, laut Bericht sind 33 Prozent durchaus realistisch.

Diese Steigerung um 10 bis 12 Prozentpunkte könnte die Sicherheit der Energieversorgung erhöhen und würde die Abhängigkeit von Importen fossiler Energieträger entscheidend verringern. Gleichzeitig würden die Energiekosten auch nach dem jetzigen Stand der Technologie sinken.

Darauf bezieht sich unter anderem Großbritanniens Energieministerin Miatta Fahnbulleh im Interview mit Bloomberg(öffnet im neuen Fenster) (Paywall), die ihren Auftrag der Senkung der Energierechnung der britischen Bürger durch lokal erzeugte erneuerbare Energie erreichen will. Die schwankenden Preise für Gas auf dem Weltmarkt hingegen würden die Rechnung in die Höhe treiben.

Klimaschutz als Nebeneffekt

Elektrifizierung allein soll laut IEA zwar keineswegs ausreichend sein, um die weltweit festgelegten Klimaschutzziele zu erreichen, aber allein die Effizienzsteigerung beim Heizen und der Mobilität verhindere Energieverschwendung, so dass dadurch automatisch die CO2-Emissionen zurückgingen.

Die Wirtschaft dürfte den Berechnungen nach parallel dazu profitieren, etwa durch stabilere und gleichzeitig niedrigere Energiepreise. Demnach wird die Hälfte der weltweiten Wertschöpfung durch Strom als Energiequelle angetrieben, obwohl er weniger als ein Viertel des Gesamtenergiebedarfs ausmacht.

Mit dem derzeitigen Tempo soll das Ziel auf globaler Ebene allerdings nicht erreichbar sein. Der Ausbau der Solarenergie müsste verdoppelt werden, der Zubau der Windenergie zweieinhalbmal so hoch ausfallen wie aktuell und der Zubau der Batteriespeicher sollte verzehnfacht werden. Dagegen fällt die nötige Steigerung der Investitionen in die Stromnetze mit 40 Prozent vergleichsweise moderat aus.


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