IE-Nachfolger: Spartan zeigt sich mit Chrome-Agent in Windows 10

Microsoft selbst gibt Tipps, wie man den neuen Browser Spartan schon im aktuellen Build von Windows 10 ausprobieren kann. Er kann sich auch als Googles Chrome ausgeben und ist in ersten Tests viel schneller als der Internet Explorer 11.

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Microsofts Vorführung des neuen IE auf dem Windows-Day
Microsofts Vorführung des neuen IE auf dem Windows-Day (Bild: Microsoft/Screenshot: Golem.de)

Noch gibt es den unter dem Codenamen Spartan entwickelten neuen Microsoft-Browser nicht als eigene Anwendung in Windows 10 - seine Rendering Engine lässt sich trotzdem schon ausprobieren. Dazu hat Microsofts Produktmanager für den Internet Explorer, David Storey, per Twitter selbst einen Tipp gegeben: Wenn man in die Adresszeile "about:flags" eingibt, zeigt wie schon bei früheren Versionen der Technical Preview auch mit dem aktuellen Build 9926 von Windows 10 der Internet Explorer erweiterte Optionen an.

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David Storey zufolge aktiviert dort der Punkt "Experimental Web Platform Features" die neue Rendering Engine namens Edge, die auch in Spartan verwendet werden soll. Edge ist eine stark überarbeitete Version der Trident genannten Engine, auf welcher der bisherige Internet Explorer basiert. Microsofts Browser im aktuellen Build von Windows 10 enthält also beide Engines, Trident und Edge.

IE macht auf Chrome

Unter den erweiterten Optionen gibt es auch die Möglichkeit, den User Agent des Browsers einzustellen. Das dient in der Regel dazu, den Browser gegenüber einer Webseite zu identifizieren. Um die Kompatibilität zu erhöhen, kann sich ein Browser auch als anderes Produkt ausgeben. Bisher konnte sich der Internet Explorer als Mozilla (Firefox) oder Webkit melden, nun auch als die Version 39 von Chrome. Bedingung für das Funktionieren von komplexen Seiten ist das aber offenbar nicht, wie Anandtech herausgefunden hat.

Es hat die Edge-Engine des Spartan in verbreiteten Browsertests gegen die aktuellen stabilen Versionen von Chrome und Firefox sowie den bisherigen IE antreten lassen. Bei Octane 2.0 ist Spartan dabei sogar minimal schneller als Chrome - und fast doppelt so schnell wie der Internet Explorer. Microsoft hat also offenbar beim Rendern kräftige Überarbeitungen vorgenommen. Beim Abspielen von WebM-Video per HTML5 bleibt aber Chrome der schnellste Browser. Beim verbreiteten Sunspider-Test schlägt Spartan aber wiederum Chrome, und zwar mit 144,6 zu 260,9 Millisekunden. Hier war aber auch der alte IE schon schneller, Anandtech meint, Microsoft hätte stets schon stark auf diesen Benchmark optimiert.

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Doch nicht nur die Geschwindigkeit soll mit Spartan steigen, der neue Browser bietet sowohl im Modern UI als auch dem klassischen Desktop zahlreiche neue Funktionen, denen wir einen eigenen Abschnitt im Überblick zu Microsofts jüngster Vorstellung von Windows 10 gewidmet haben.

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