Zum Hauptinhalt Zur Navigation

iDOS: Apple wirft DOS-Emulator aus dem App Store

Die App iDOS führt DOS -Programme auf einem iOS -Gerät aus – diese Kernfunktion verstößt gegen Apples Richtlinien.
/ Tobias Költzsch
17 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Die App iDOS ist nicht mehr im App Store zu finden. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Die App iDOS ist nicht mehr im App Store zu finden. Bild: Tobias Költzsch/Golem.de

Apple hat den DOS-Emulator iDOS aus dem App Store geworfen. Mit der App war es möglich, DOS-Programme unter iOS und iPad OS laufen zu lassen. Diese Kernfunktion wurde der Anwendung nun zum Verhängnis, da sie Apple zufolge gegen die Richtlinien des App Stores verstößt.

Hintergrund ist die Regel 2.5.2, wonach Apps keinen zusätzlichen Code herunterladen dürfen, weil dadurch die ursprüngliche Funktion der Anwendung verändert werden könne. Die Ausführung fremden Codes (DOS-Programme) ist die Hauptfunktion von iDOS – Apple ließ sich aber offenbar nicht überzeugen, hier eine Ausnahme zu machen.

Der Programmierer der App, Chaoji Li, hat bei Twitter die Löschung von iDOS aus dem App Stroe bestätigt(öffnet im neuen Fenster) . Der Programmierer hatte vor zwei Wochen eine Ankündigung der Löschung erhalten. Da die Ausführung von fremdem Code aber der Sinn eines Emulators wie iDOS ist, hatte er schlicht keine Möglichkeit, sein Programm zu ändern.

Windows 3.1 läuft auf iDOS

Kürzlich erst haben Bastler gezeigt , wie gut iDOS funktioniert: Eigentlich gedacht, um alte DOS-Spiele auch auf einem iOS-Gerät zu spielen, wurde Windows 3.1 von 1992 mit der App auf einem iPad zum Laufen gebracht. Nach der Installation können sogar weitere Windows-Programme installiert und ausgeführt werden.

Anzeige

Apple iPhone 12 Pro Max (128 GB) - Silber

Jetzt bestellen bei Amazon (öffnet im neuen Fenster)

Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.

Ob es für Chaoji Li eine Möglichkeit gibt, iDOS doch wieder anbieten zu können, ist fraglich. Der Entwickler hat eigenen Angaben zufolge(öffnet im neuen Fenster) eine letzte E-Mail an Apple geschrieben. Auf Twitter schreibt Li jedoch, dass er keine großen Hoffnungen habe. Er weist darauf hin, dass nicht alle Nutzer, die Apps sideloaden, böse Absichten hätten. Die App war seit gut zehn Jahren im App Store vertreten.


Relevante Themen