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Cookie Clicker: Die Gier nach Keksen hat folgenschwere Auswirkungen.
Cookie Clicker: Die Gier nach Keksen hat folgenschwere Auswirkungen. (Bild: Orteil)

Nach den Sternen greifen

Ein wiederkehrender Baustein der Idle Games ist die Tatsache, dass die Zahlen, die sie dem Spieler präsentieren, schnell Maßstäbe erreichen, die den Rahmen menschlicher Vorstellungskraft sprengen. Dieser Fakt wird oft genutzt, um zu zeigen, wie die anfangs stark emotionalisierte Beziehung zu diesen Werten im Laufe der Zeit immer mehr abkühlt. Die Freude über neue Meilensteine in Cookie Clicker sinkt, je schwerer diese sich in einen Alltagskontext setzen lassen.

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  • Cookie Clicker (Bild: Orteil)
  • Cookie Clicker  (Bild: Orteil)
  • Spaceplan (Bild: jhollands)
  • Kittens Game (Bild: bloodrizer)
Spaceplan (Bild: jhollands)

Der Anstieg von Zahlen über die Rechenkapazität unseres eigenen Gehirns hinaus lässt sich jedoch auch für andere Zwecke nutzbar machen. So etwa in Spaceplan, das exponentielles Wachstum nutzt, um die Abstände zwischen den Planeten, Sternen und Galaxien unseres Universums zu visualisieren. In seinem kleinen Raumschiff produziert der Spieler zunehmend neue Energiequellen, die ihn auf der Reise durchs All antreiben. Selbst bei stetig wachsender Geschwindigkeit füllt der leere Raum zwischen einzelnen Sternensystemen einen Großteil des Spiels, während Planeten im Bruchteil von Sekunden vorüberziehen.

Die Stärke von Spaceplan liegt in der stilsicheren Inszenierung, von der futuristischen Geräuschkulisse über die animierten Umlaufbahnen des Schiffes und seiner Satelliten bis hin zu den Schatten, die abhängig von der Position des nächsten Sterns über den Bildschirm wandern. Ungewöhnlich für das Genre: Das Spiel hat ein echtes Ende, das sich je nach Interaktionsgeschwindigkeit nach zwei bis drei Tagen erreichen lässt - inklusive Zwischensequenz, der Spieler ist ja schließlich an gewisse Standards gewöhnt.

Auf Reset drücken

Der Charme dieses minimalistischen Genres lässt sich am besten durch den Blick auf die übliche Vorgehensweise der Videospielindustrie nachvollziehen, die bemüht ist, sich gegenseitig durch immer größere Spielwelten und immer bessere Technik zu übertrumpfen. Amy Hennig, Autorin der Uncharted-Reihe, verglich den Zustand der Branche jüngst mit einem Wettrüsten, bei dem alle Beteiligten verlieren.

Der enorme Produktionsaufwand der nötig ist, um die selbst geschaffenen Erwartungen zu erfüllen, zwingt Studios, knapp zu kalkulieren. So streiken zurzeit etwa Synchronsprecher, um auf die Tatsache aufmerksam zu machen, dass ihre waghalsigen Motion-Capturing-Aktionen oft ohne ordentliche Planung, Koordinierung oder medizinische Betreuung stattfinden.

Die opulente Präsentation, die so oft unter zweifelhaften Arbeitsbedingungen erschaffen wird, wirft die Frage auf, ob die Industrie ihre Ressourcen effektiv einsetzt oder das Wesentliche aus den Augen verloren hat. Umso erfrischender ist die Tatsache, dass es kleinen Projekten wie diesen allein durch die geschickte Umsetzung einer guten Idee gelingt, spannende Mechaniken und überraschende Momente zu liefern. Selbst wenn man mal ein paar Stunden darauf warten muss.

 Utopisches Gesellschaftsmodell

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Akiba 04. Nov 2016

Ja, das Spiel ist cool, aber mit der Zeit wird es doch sehr, sehr anstrengend.

Icahc 29. Okt 2016

Ich wollte eigentlich auch nur diesen Artikel lesen. Naja....so schnell kann es kommen...

blackFin 28. Okt 2016

...aber Cookie Clicker ist einfach gut gemacht und macht DESWEGEN Spaß! Die Aufmachung...

Arystus 28. Okt 2016

seine Eigene Katzen Zivilisation auf? :3

Pirx 28. Okt 2016

Ich weiß gar nicht, ob es zwischenzeitlich schon genannt wurde, aber ich habe über Wochen...



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