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Der Ideenzug der Deutschen Bahn: Prototypen mit Schere und Papier oder mit Legosteinen
Der Ideenzug der Deutschen Bahn: Prototypen mit Schere und Papier oder mit Legosteinen (Bild: Werner Pluta/Golem.de)

Ideenzug: Der Nahverkehr soll cool werden

Der Ideenzug der Deutschen Bahn: Prototypen mit Schere und Papier oder mit Legosteinen
Der Ideenzug der Deutschen Bahn: Prototypen mit Schere und Papier oder mit Legosteinen (Bild: Werner Pluta/Golem.de)

Die tägliche Pendelei mit dem Zug soll cool werden: Die Deutsche Bahn hat ein Konzept für den Nahverkehrszug der Zukunft vorgestellt. Der bietet Abteile zum Schlafen, aber auch Videospiele, Fernsehen und Sportgeräte.
Ein Bericht von Werner Pluta

So mancher Pendler kennt das: Die Arbeit war antrengend und hat mal wieder länger gedauert. Zu spät dran, um rechzeitig zum Anpfiff des Champions-League-Spiels zu Hause zu sein. In Zukunft soll der Pendler das Spiel unterwegs anschauen können, im Zug.

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Ein Public-Viewing-Bereich ist nur eine Möglichkeit, mit der die Deutsche Bahn Pendlern die Fahrt in Nahverkehrszügen unterhaltsamer gestalten will. Eine andere ist ein Abteil mit einer Videospielkonsole oder ein Fitnessstudio. Es sind Prototypen im Ideenzug. Das ist das Modell eines Doppelstockwagens, kurz Dosto, in dem neue Konzepte für den Nahverkehrszug der Zukunft vorgestellt werden. Die Deutsche Bahn hat ihn am 7. November 2017 in der Arena in Nürnberg vorgestellt. Ziel ist, den Nahverkehr für alle möglichen Fahrgäste attraktiver zu machen - vom Pendler bis zur Familie beim Wochenendausflug.

Laut Bahn nutzen täglich knapp fünf Millionen Fahrgäste die knapp 23.000 Nahverkehrszüge. Ihnen sollen Konzepte aus dem Ideenzug die Fahrt angenehmer machen. "Wir wollen erreichen, dass sich unsere Fahrgäste im Zug wohlfühlen und ihre Zeit nutzen, die sie bei uns verbringen, damit sie nicht als verloren angesehen wird", sagt Julian Follner, Projektleiter bei der Südost-Bayern-Bahn, im Gespräch mit Golem.de. Reisezeit sei Nutzzeit, wird fast jeder Redner an diesem Abend sagen.

Was wollen die Fahrgäste?

Was aber wollen die Fahrgäste überhaupt, wenn sie im Zug zur Arbeit oder nach Hause fahren? Einen verlängerten Arbeitsplatz? Ruhe oder lieber Aktion, etwa an der Spielekonsole? Einen frischen Snack oder einen frisch aufgebrühten Cappuccino? Wie wollen sie sitzen?

  • Der Ideenzug bei der Vorstellung  in Nürnberg - das Modell ist so groß wie ein Doppelstockwagen. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Das Innere ist großzügig gestaltet. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Bildschirme infomieren über das Angebot im Zug ... (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • ... und über Anschlusszüge am nächsten Bahnhof. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Andere Bildschirme zeigen aktuelle Nachrichten. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Zu den Premiumangeboten im Zug gehören etwa die Schlafkabinen für das Nickerchen im Zug. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Ablenkung von der Fahrt bieten das Abteil mit der Spielekonsole ... (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • ... oder dem Public-Viewing-Bereich, wo Reisende gemeinsam Fußball schauen können. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Wer lieber selbst Sport treibt, kann das im Bord-Fitnessstudio. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Für ungestörtes Arbeiten gibt es das Einzelabteil. Das Glas kann undurchsichtig geschaltet werden. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Eine Reisegruppe kann sich im Lounge-Bereich niederlassen. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Der Ideenzug hat auch ein Familienabteil. Die Eltern können sich entspannen, ... (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • ... während die Kinder beispielswesie am Bildschirmtisch spielen. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Diese Sitze sind drehbar -  Fahrgäste können sich einander zuwenden oder aus dem Panoramafenster schauen. Die Blende dient als Schallschutz. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Die Einrichtung des Zugs hat einige schöne Details, wie diese nur an der Wand befestigten Sitze, unter die sich einfach Gepäck schieben lässt, ...(Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • ... oder Leisten auf den Tischen, um das Tablet aufstellen zu können. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Auch an die Radfahrer wird gedacht. An den Halterungen können Elektrofahrräder geladen werden. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Der Ideenzug bei der Vorstellung in Nürnberg - das Modell ist so groß wie ein Doppelstockwagen. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)

Das Wohlfühlen fängt schon mit der Bestuhlung an. Viele sitzen ungern entgegen der Fahrtrichtung - und irgendwie ist es ja auch netter, beim Blick aus dem Fenster etwas auf sich zukommen als nach hinten verschwinden zu sehen. Einige Sitzbänke haben deshalb eine klappbare Rückenlehne, sodass die Fährgäste nach Vorliebe nach vorne schauen oder sich einen Vierersitz einrichten können. Andere Sitze sind drehbar und ermöglichen es, sich zum Panoramafenster zu drehen. Sie haben eine Blende rundherum, die zudem den Schall schluckt und ein relativ ungestörtes Betrachten der vorbeiziehenden Landschaft ermöglicht.

Die Türen bekommen Displays

Insgesamt 22 Module hat der Modellzug. Einige sind praktisch und ermöglichen den Fahrgästen eine reibungslose Fahrt. Etwa die Leuchtbänder um die Türen, die vor einem Bahnhof rot oder grün aufleuchten, je nachdem auf welcher Seite sich der Ausstieg befindet. Oder die Displays in den Türen, die den nächsten Halt bekanntgeben und welche Anschlüsse es dort gibt. Bildschirme an den Fenstern geben zusätzliche Informationen über den nächsten Halteort, etwa welche Sehenswürdigkeiten dort besichtigt werden können.

Die in den Türen angebrachten Displays zeigen den Fahrgästen auf dem Bahnsteig an, wohin der Zug fährt und wo er unterwegs hält. Außerdem zeigen sie den Füllstand des Wagens. Ist der sehr voll, können die Fahrgäste auf dem Bahnsteig zum nächsten Wagen gehen, statt sich auf der Suche nach einem Sitzplatz durch den vollen Wagen quetschen zu müssen.

Augmented Windows fehlen

Es fehlen allerdings die Augmented Windows, die in dem Hochgeschwindigkeitstransportmittel Hyperloop die Fenster ersetzen sollen. In ein Zugfenster wird ein Bildschirm integriert, der beispielsweise Informationen über ihren Zielort anzeigt. Die Daten werden in das Fenster eingeblendet. Der Blick nach draußen bleibt. Die Technik wurde zur Vorstellung des Ideenzugs nicht rechtzeitig fertig und soll später eingebaut werden.

Gedacht wurde auch an die Radfahrer, vor allem an die mit einem Pedelec: Das Rad kann platzsparend auf das Hinterrad gestellt werden - und zwar ohne, dass dies mit dem schweren E-Bike zu einer Kraftsportübung ausartet. Das Fahrrad wird in die Halterung eingehakt, die dann mechanisch nach oben fährt. Außerdem bietet der Wagen die Möglichkeit, den Fahrradakku zu laden.

Im Bistro gibt es frische Snacks

Andere Ideen sind verständlich: der Wunsch nach einem Bistro-Bereich etwa, in dem zur Tageszeit passende frische Snacks angeboten werden. Das soll durch Rollcontainer ermöglicht werden, die einfach ausgetauscht werden. "Somit entfällt die aufwendige Pflege im Zug und aufwendiges Befüllen", sagt Follner. Oder direkt daneben der Public-Viewing-Bereich mit einem großen Fernseher für das gemeinsame Fußballschauen.

Dann gibt es aber auch Module, die man in einem Zug eher nicht erwartet.

Sport im Zug 

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Geistesgegenwart 17. Nov 2017

Du hast nicht verstanden das die Frage rhetorisch gemeint war. Man braucht nicht...

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Missingno. 16. Nov 2017

Also laut Google Maps: Auto: 18 Minuten (knapp 20 Minuten, kann ich bestätigen) Fahrrad...

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ChristianKG 15. Nov 2017

Selbst ein zweite Klasse-Ticket ist jetzt nicht sooo viel billiger als mit dem Auto zu...

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Geistesgegenwart 15. Nov 2017

Karlsruhe ist das definitiv der Fall: Flach und einigermaßen brauchbare Radwege. Parken...

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plutoniumsulfat 15. Nov 2017

Also für die Linien, mit denen ich so gefahren bin, hat selbst der kleinste...

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