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Der Ideenzug der Deutschen Bahn: Prototypen mit Schere und Papier oder mit Legosteinen
Der Ideenzug der Deutschen Bahn: Prototypen mit Schere und Papier oder mit Legosteinen (Bild: Werner Pluta/Golem.de)

Sport im Zug

Den Fitnessbereich zum Beispiel. Er besteht aus einem Raum mit zwei Fahrradergometern und einer Yoga-Kabine, die allerdings etwas klein geraten scheint. Die Idee zum rollende Fitness-Studio - ebenso wie für die anderen Module - kommt nicht von Mitarbeitern der Bahn oder Designern.

"Wir haben ein Fitness-Studio verbaut, weil einige Kunden uns das als Idee gegeben haben, dass sie im Zug 20 Minuten Sport treiben wollen", erzählt Follner. Eine Dusche gibt es nicht - duschen wollten die Unterwegs-Radler zu Hause. Die Runde auf dem Fitness-Rad im Zug soll den Besuch im Fitness-Studio ersetzen, damit die Pendler abends mehr Zeit für die Familie haben.

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Ein Abteil mit einer Spielekonsole

Ungewöhnlich ist auch das Spieleabteil: Hier können die Fahrgäste sich die Fahrzeit mit Videospielen an einer Konsole vertreiben. Acht Plätze hat das Abteil - und damit alle einen guten Ausblick auf den großen Bildschirm an der Wand haben, sind die Plätze in zwei kleinen Tribünen angeordnet: Die hinteren beiden Plätze sind höher als die vorderen. Eine kleine Barriere aus Plexiglas soll verhindern, dass die oben Sitzenden ihre Vorderleute nicht aus Versehen mit unkoordinierten Fußbewegungen traktieren.

  • Der Ideenzug bei der Vorstellung  in Nürnberg - das Modell ist so groß wie ein Doppelstockwagen. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Das Innere ist großzügig gestaltet. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Bildschirme infomieren über das Angebot im Zug ... (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • ... und über Anschlusszüge am nächsten Bahnhof. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Andere Bildschirme zeigen aktuelle Nachrichten. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Zu den Premiumangeboten im Zug gehören etwa die Schlafkabinen für das Nickerchen im Zug. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Ablenkung von der Fahrt bieten das Abteil mit der Spielekonsole ... (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • ... oder dem Public-Viewing-Bereich, wo Reisende gemeinsam Fußball schauen können. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Wer lieber selbst Sport treibt, kann das im Bord-Fitnessstudio. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Für ungestörtes Arbeiten gibt es das Einzelabteil. Das Glas kann undurchsichtig geschaltet werden. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Eine Reisegruppe kann sich im Lounge-Bereich niederlassen. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Der Ideenzug hat auch ein Familienabteil. Die Eltern können sich entspannen, ... (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • ... während die Kinder beispielswesie am Bildschirmtisch spielen. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Diese Sitze sind drehbar -  Fahrgäste können sich einander zuwenden oder aus dem Panoramafenster schauen. Die Blende dient als Schallschutz. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Die Einrichtung des Zugs hat einige schöne Details, wie diese nur an der Wand befestigten Sitze, unter die sich einfach Gepäck schieben lässt, ...(Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • ... oder Leisten auf den Tischen, um das Tablet aufstellen zu können. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Auch an die Radfahrer wird gedacht. An den Halterungen können Elektrofahrräder geladen werden. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Ablenkung von der Fahrt bieten das Abteil mit der Spielekonsole ... (Foto: Werner Pluta/Golem.de)

Für diese neuen Angebote hat sich die Bahn auch ein neues Abrechnungsmodell ausgedacht: Der Fahrgast zieht am Automaten ein Papierticket mit einem QR-Code darauf. Der Fahrpreis wird dann beim Schaffner entrichtet, der durch den Zug geht. Wer regelmäßig pendelt, kann sich auch mit einer Chipkarte oder einer Uhr authentifizieren. Dann leuchtet am Sitz ein grünes Licht auf, das dem Schaffner signalisiert, dass er den Fahrschein nicht kontrollieren und den Fahrgast nicht aus dem Feierabend-Schläfchen wecken muss.

Ein gemütlicher Platz für das Nickerchen nach Feierabend

Apropos Schläfchen: Ein Nickerchen - heutzutage als Powernapping bezeichnet - auf dem Heimweg scheint beliebt zu sein. Entsprechend gibt es im Ideenzug auch zwei kleine, übereinander angeordnete Schlafkabinen, in die Reisende sich zurückziehen können: Sie zahlen, schlüpfen hinein und können mit Entspannungsmusik beschallt sanft einschlummern. Schläfer, die versuchten ohne zu bezahlen hineinzuschlüpfen, werden durch eine helle Lampe angestrahlt, sagt Follner. Wem die relativ enge Kabine eher Platzangst als Wohlbefinden bereitet, entspannt vielleicht besser im Massagesessel nebenan.

Wer auf der Fahrt ungestört sein will, kann sich in ein Separée mit einem bequemen Sessel zurückziehen, die My Cabin. Der Fahrgast kann die Tür hinter sich schließen und ohne Hintergrundgeräusche arbeiten oder telefonieren. Selbst Arbeit mit vertraulichen Dokumenten ist möglich: Die Glaswand des Ein-Personen-Abteils kann ähnlich wie die des Fahrstandes des ICE 3 undurchsichtig geschaltet werden.

Die Premiumangebote werden einzeln gebucht

My Cabin, Schlafkabine oder Massagesitz können nach Bedarf hinzugebucht werden. Es gibt bei der Bahn bereits ein Premium-Angebot für die Erste-Klasse-Abteile, auch in den Dostos der Nahverkehrszüge, in denen der Reisende mehr Komfort geboten bekommt. Dafür löst er vor Beginn der Fahrt einen Fahrschein für die erste Klasse und bleibt dort.

Diese strikte Trennung in erste und zweite Klasse soll im Nahverkehrszug der Zukunft aufgehoben werden. "Wir haben in diesem Zug ein neues Vertriebskonzept: Wir haben einen Grundpreis, den wir für die Fahrt selbst buchen. Alle zusätzlichen Services, wie zum Beispiele eine My Cabin, werden als Aufpreis dazugebucht. Man kann das reservieren - über Handy oder an unserem Fahrtkartenautomat im vorderen Bereich des Zugs", erzählt Follner.

Die Ideen für den Zug kamen von denen, die sie nutzen.

 Ideenzug: Der Nahverkehr soll cool werdenArbeiten und Entspannen 

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plutoniumsulfat 19. Nov 2017

Wenn man aber auch nur ein Stück von den Achsen abweicht, lohnt sich das Auto schnell.

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nixidee 19. Nov 2017

Versuchst du gerade unentspanntes Stillstehen in der Bahn schön zu reden? Da sitze ich...

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nixidee 19. Nov 2017

Da ist wohl jemand länger nicht Bahn gefahren? Ich spare auf relativ kurzer Strecke ~2h...

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Missingno. 16. Nov 2017

Also laut Google Maps: Auto: 18 Minuten (knapp 20 Minuten, kann ich bestätigen) Fahrrad...

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Geistesgegenwart 15. Nov 2017

Karlsruhe ist das definitiv der Fall: Flach und einigermaßen brauchbare Radwege. Parken...

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