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Viele Daten sind öffentlich zugänglich

Als Beispiel nimmt Ducke einen geophysikalischen Befund aus Palmyra, der vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege erstellt wurde. Mit einem Cäsiummagnetometer werden Anomalien im Erdmagnetfeld gemessen. Auf dem Bild werden unterirdische Strukturen sichtbar. Die Frage ist aber, was sie darstellen: Straßen oder Häuser, alte Strukturen oder neue?

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"Es ist unglaublich schwierig, in diesem Gewirr von Linien deutlich abzugrenzen, was die einzelnen Gebäude und was die einzelnen Räume sind", sagt der Wissenschaftler. "In der traditionellen Dokumentation hätten wir aber im Endresultat nur noch eine Linie auf dem Papier für eine Straße; ein paar Linien für ein Haus." In ihrem Informationssystem wollten sie aber Rohdaten - wie etwa die Daten eines Magnetometers - von der Interpretation trennen. So sei es möglich, mit Hilfe der Daten Hypothesen auch wieder in Zweifel zu ziehen.

Ducke achtet darauf, dass das ganze System offen ist. Das heißt, dass so weit wie möglich Open-Source-Software eingesetzt wird und die Daten frei zugänglich sind. "Open Access und Open Data sind ein Kulturwandel, den wir hier im Haus jetzt seit zehn bis zwanzig Jahren machen. Die Bereitschaft dazu wird immer größer", sagt er. Der Vorteil ist, dass die Daten in der Idai World nicht nur DAI-Forschern und ihren Kollegen von anderen wissenschaftlichen Institutionen zugänglich sind, sondern auch der interessierten Öffentlichkeit.

Letztere allerdings mit gewissen Einschränkungen: "Wir können detaillierte Daten zu ungeschützten Fundstätten aus denkmalpflegerischen Gründen nicht einfach öffentlich stellen", erklärt Ducke. Es sei aber möglich, ein Nutzerkonto zu beantragen und darüber Zugriff auf weitere Datenbestände zu bekommen.

Den Kulturwandel zu vollziehen sei nicht immer einfach gewesen: "Traditionell haben Archäologen die Mentalität, dass das, was sie da ausgraben, ihre Daten sind und sie das Vorrecht haben auf die Publikation." Doch inzwischen änderten die Wissenschaftler zunehmend ihre Haltung - weil sie selbst 3D-Modelle ihrer Ausgrabung wollten oder von den Informationssystemen profitierten. So seien viele der Palmyra-Daten schon publiziert, sagt Ducke, "in Büchern und historischem Kartenmaterial, in Bibliotheken über die ganze Welt verstreut. Die Neuigkeit hier ist, dass man auf einmal alles an einem Ort hat und das zum ersten Mal so nutzen kann, während man vorher monatelang durch die Welt reisen musste, um sich das alles zu erschließen."

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 Datenaufbereitung ist größtenteils Handarbeit
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/lib/modules 03. Dez 2019

öhhh, ich glaub du hast OpenSource nicht verstanden. Nur weil die Software OpenSource...

GodsBoss 24. Nov 2019

Hat er das? Vielleicht ist das ja auch einfach sein Name?


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