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ID.Tiguan: VW streicht ID-Nummern und setzt auf klassische Modellnamen

VW benennt seine Elektroautos um. Aus ID.4 wird ID.Tiguan, aus ID.2 wird ID.Polo – die Nummern verschwinden.
/ Andreas Donath
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VW benennt die E-Autos um. (Bild: Andreas Donath)
VW benennt die E-Autos um. Bild: Andreas Donath

Volkswagen vollzieht einen strategischen Kurswechsel bei der Benennung seiner Elektrofahrzeuge. Der ID.4 soll noch 2026 in ID. Tiguan umbenannt werden, wie die IG Metall Emden bei einer Veranstaltung(öffnet im neuen Fenster) bestätigte. Auch der ID.2 wird seinen Namen ändern und künftig als ID. Polo vermarktet.

Die Gewerkschaft teilte mit, dass die Produktion des ID.Tiguan am Standort Emden bis Ende 2031 geplant sei. Die Umbenennung markiert eine Abkehr von der Strategie des früheren VW-Konzernchefs Herbert Diess, der die durchnummerierte ID-Serie eingeführt hatte. Unter dem aktuellen CEO Oliver Blume setzt VW nun auf die Verknüpfung mit bekannten Modellnamen.

Bekannte Namen statt neue Marken

Mit dem Tiguan-Namen greift VW auf eine seit 2007 etablierte Bezeichnung zurück. Die Strategie zielt darauf ab, stärkere Verbindungen zur klassischen Modellpalette herzustellen, statt Elektroautos als separate Produktkategorie zu positionieren.

Optisch wird der ID.Tiguan Neuerungen erhalten. Vorab durch Carscoops veröffentlichte Erlkönigbilder(öffnet im neuen Fenster) zeigen eine Mischung aus Design-Elementen des aktuellen Verbrenner-Tiguan und des ID.4. Angeblich soll auch auf die Kritik an den Touch-Oberflächen der ID-Modelle eingegangen werden und mehr physische Bedienelemente verwendet werden.

MEB+-Plattform mit LFP-Batterien

Technisch basiert der elektrische SUV auf der verbesserten MEB+-Plattform, die auch beim ID.Polo zum Einsatz kommt. Die überarbeitete Architektur ermöglicht den Einsatz verschiedener Akkutypen. Die Einstiegsvariante soll Lithium-Eisenphosphat-Zellen (LFP) nutzen, die aus Salzgitter kommen.

Weitere Modelle der aktuellen ID-Reihe könnten folgen. Der ID.3 würde dann zu ID.Golf, der ID.7 zu ID.Passat. Das kleinste Modell, derzeit ID.Every1 genannt, könnte die Bezeichnung ID.Up erhalten – in Anlehnung an den 2023 eingestellten Kleinstwagen.


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