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ID.3: VW soll Gläserne Manufaktur in Dresden schließen

Die Gläserne Manufaktur von Volkswagen in Dresden, einst ein Vorzeigeprojekt, soll die Fahrzeugproduktion einstellen.
/ Andreas Donath
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Volkswagen ID.3 (Bild: Volkswagen)
Volkswagen ID.3 Bild: Volkswagen

Die Volkswagen-Autofabrik in Dresden soll geschlossen werden, berichtet die Automobilwoche aus Unternehmenskreisen(öffnet im neuen Fenster) .

Seit dem Start der Fabrik vor 20 Jahren wurden über 150.000 Fahrzeuge der Modelle VW Phaeton, Bentley Flying Spur, VW e-Golf und zuletzt der ID.3 produziert. Im Jahr 2022 liefen in Dresden 6.500 ID.3 vom Band. Nun wird die Fertigung nach Angaben der Automobilwoche gestoppt.

Der Standort selbst soll nach Informationen der Automobilwoche erhalten bleiben. Die rund 300 Beschäftigten sollen andere Aufgaben übernehmen, unter anderem in den Bereichen Innovative Fertigung und Erprobung. Wie die weitere Nutzung der Gläsernen Manufaktur genau aussehen wird, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch unklar, heißt es in dem Bericht.

Für den ehemaligen VW-Vorstandsvorsitzenden Ferdinand Piëch, der 2019 verstarb, war die Manufaktur in Dresden ein Herzensprojekt. Bereits 1999 wurde unter Anwesenheit des damaligen Bundeskanzlers Gerhard Schröder der Grundstein für das ambitionierte Bauvorhaben gelegt.

Auch Veränderungen im VW-Werk Zwickau

Neben der Einstellung der Fahrzeugproduktion in Dresden stehen auch im VW-Werk Zwickau Veränderungen an . Nach Informationen der Automobilwoche soll der Standort aus der eigenständigen Volkswagen Sachsen GmbH herausgelöst und in die Produktionsorganisation des Gesamtkonzerns integriert werden.

Die VW-Tochter war Ende 1990 gegründet worden, um die Fahrzeugfertigung in Sachsen aufzubauen. Zwickau entwickelte sich zum Vorzeigewerk für E-Autos von Volkswagen. Zuletzt kündigte der Autobauer hier jedoch einen Abbau von rund 300 befristeten Stellen an. Die Auslastung der Fabrik sei derzeit nicht mehr voll gesichert, hieß es. In den kommenden drei Jahren könnten weitere befristete Jobs entfallen.

Sowohl die Einstellung der Produktion in Dresden als auch die Umstrukturierung in Zwickau stellen Einschnitte für den VW-Standort Sachsen dar. Wie sich die Änderungen konkret auf die Beschäftigung auswirken werden, bleibt abzuwarten.


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