ID.3: Volkswagen schlägt das dritte Kapitel auf

In einer Reihe mit Käfer und Golf sieht VW die Bedeutung seines neuen ID.3. Bei der Vorstellung der Serienversion des Autos schwärmte Vorstandschef Herbert Diess von CO2-Neutralität, Energiewende und dem großen Potenzial von Elektromobilität.

Ein Bericht von Dirk Kunde veröffentlicht am
Die Serienversion des ID.3 bei der Vorstellung
Die Serienversion des ID.3 bei der Vorstellung (Bild: Dirk Kunde)

Nach Käfer und Golf markiert der ID.3 das dritte Kapitel in der Geschichte des Wolfsburger Autokonzerns. Am Vorabend der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt präsentiert Volkswagen offiziell das Einstiegs-Elektroauto für den Massenmarkt. Der Konzern hat große Ambitionen damit: Während der Käfer Mobilität und der Golf innovative Fahrzeugtechnologie für die Masse brachten, soll die ID-Fahrzeugreihe Gleiches für das elektrische Zeitalter leisten.

Inhalt:
  1. ID.3: Volkswagen schlägt das dritte Kapitel auf
  2. Vier Jahre Entwicklungsarbeit

Gesehen hat man die poppig-bunte Version des ID.3 schon öfter. Doch in Frankfurt wurde die Serienversion vom ID.3 präsentiert - in etwas gedeckteren Farben. Nach der offiziellen Präsentation durfte man im neuen Elektroauto für jedermann Platz nehmen.

Die gesamte Führungsmannschaft um Vorstandschef Herbert Diess war auf und neben der Bühne versammelt. Marketingchef Jochen Sengpiehl präsentierte zunächst das neue, zweidimensionale Markenlogo. So neu wirkt es gar nicht - wenn man in die Geschichtsbücher des Konzerns schaut, hat man Ähnliches bereits gesehen. Doch nun prangt auf dem ID.3 das schlichtere Logo.

Grüner Vorstandschef

Genauso euphorisch gab sich Herbert Diess auf der Bühne. "In zehn Jahren wird jedes zweite Auto in Europa und China elektrisch angetrieben", prophezeite der Vorstandschef. Man könnte meinen, Diess habe ein grünes Parteibuch in seinem Vorstandsschreibtisch gefunden. Der ID.3 werde bilanziell CO2-frei hergestellt. Bedeutet: Es kommt nur grüner Strom zum Einsatz. Dort, wo CO2 in der Produktion anfällt, werden Ausgleichsprojekte finanziert.

  • Der ID.3 bei der offiziellen Vorstellung am 9. September 2019 (Bild: Dirk Kunde)
  • Der ID.3 bei der offiziellen Vorstellung am 9. September 2019 (Bild: Dirk Kunde)
  • Der ID.3 bei der offiziellen Vorstellung am 9. September 2019 (Bild: Dirk Kunde)
  • VW-Chefdesigner Klaus Bischoff bei der offiziellen Vorstellung des ID.3 am 9. September 2019 (Bild: Dirk Kunde)
  • VW-Vorstandschef Herbert Diess bei der offiziellen Vorstellung des ID.3 am 9. September 2019 (Bild: Dirk Kunde)
  • VW-Vorstandschef Herbert Diess bei der offiziellen Vorstellung des ID.3 am 9. September 2019 (Bild: Dirk Kunde)
Der ID.3 bei der offiziellen Vorstellung am 9. September 2019 (Bild: Dirk Kunde)
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Der Kohleausstieg müsse kommen, forderte Diess. Elektroautos müssten als Energiespeicher in die Energiewende eingebunden werden. Käufer von Elektroautos, die weniger als 20.000 Euro kosteten, sollen kostenlos laden dürfen. Schließlich müssten sich auch Geringverdiener die neuen E-Autos leisten können, ist der Volkswagen-Chef überzeugt.

Die kleinste Version des ID.3 (45 kWh) startet unter 30.000 Euro in den Markt. Der Wagen schafft bis zu 330 km (WLTP). Wer weiter fahren möchte, kann Akkugrößen mit 58 oder 77 kWh wählen. Mit dem CCS-Anschluss lädt der ID.3 mit bis zu 100 kW. Das Auto bekommt seine eigene App, um den Ladestand aus der Ferne kontrollieren zu können.

ID - Intuitive Device

Das Gaspedal heißt bei VW jetzt Play-Pedal und trägt, wie eine Wiedergabetaste, ein schwarzes Dreieck. Die meisten Funktionen lassen sich über Tasten am Lenkrad anwählen. Das Display hinter dem Lenkrad ist klein und liefert nur die wesentlichen Fahrinformationen.

Ein zweites Display (10 Zoll) ist in der Mitte, leicht zum Fahrer gedreht, angebracht. Hierüber werden Navigation, Klima, Medien und Fahrzeugeinstellungen gesteuert. Vorn und hinten sind im mittleren Ablagefach jeweils zwei USB C-Anschlüsse. Sämtliche Funktionen und Knöpfe sind selbsterklärend. "Eine Deutung des Kürzels ID ist ja Intuitive Device", sagte ID-Marketing-Chefin Silke Bagschik bei der Präsentation. Da Volkswagen seine Autos nun menschlicher gestalten möchte, zwinkert einem der ID.3 beim Einschalten zu. Die beweglichen Frontlichter erwecken tatsächlich den Eindruck eines Augenzwinkerns.

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Vier Jahre Entwicklungsarbeit 
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Terence01 15. Sep 2019

Für mich geht die Umstellung aus Elektro noch viel zu langsam. Ich möchte noch vor der...

hl_1001 14. Sep 2019

Bei Frauen nicht?

thinksimple 11. Sep 2019

ChMu eben. Hat schon ermittelt wieviel kwh er braucht bei verschiedenen...

Der Spatz 11. Sep 2019

Passiert aber auch gerne bei Verbrennern :-) Bei meinem muss man zum Firmwareupdate des...

Ein Spieler 11. Sep 2019

Die Knöpfe lassen sich eben nicht erfühlen, weil ed eine plane Oberfläche ist. So...



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