• IT-Karriere:
  • Services:

ICS: Kaspersky will sicheres eigenes OS für Industrieanlagen

Das Sicherheitsunternehmen Kaspersky entwickelt ein eigenes Betriebssystem, das kritische Infrastruktur absichern soll. Der Code soll dazu auch Zertifizierungsbehörden zur Verfügung gestellt werden.

Artikel veröffentlicht am ,
Kaspersky-Gründer und -CEO Eugene Kaspersky
Kaspersky-Gründer und -CEO Eugene Kaspersky (Bild: Alexey Sazonov/AFP/Getty Images)

Bereits seit zehn Jahren entwickelt Kaspersky nach eigenen Angaben ein sicheres Betriebssystem für "Industrial Control Systems". Die meist unter der Abkürzung ICS bekannten Steuerungssysteme werden heute weltweit für alle möglichen Industrieanlagen eingesetzt, auch für kritische Infrastruktur wie Energieversorgung.

Stellenmarkt
  1. Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH, Bonn-Röttgen
  2. MAINGAU Energie GmbH, Obertshausen

Dabei sind die Systeme aber bisweilen oft direkt über das Internet erreichbar, wie kürzlich ein Bericht von Heise Security zeigte. Über Lücken und Backdoors konnten europaweit rund 1.000 ICS-Anlagen per Internet erreicht und auch ferngesteuert werden. Rund 500 der Anlagen wurden in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, BSI, auch in Deutschland aufgespürt.

Mit "Zertifizierungsbehörden", so Kaspersky, will das Unternehmen auch für sein sicheres Betriebssystem zusammenarbeiten. Diese sollen Einblick in den Quellcode erhalten. Das Projekt gleich als Open Source zu gestalten, erwähnt Kaspersky nicht.

Zur Funktionsweise seines Systems gibt das Unternehmen nur an, dass die Ausführung von "unsicherem Code" verhindert werden soll. Das betrifft dann aber nicht die als Beispiel angeführte Erreichbarkeit von Industriesteuerungen per Internet, die sich auch über VPNs und andere Maßnahmen vor dieser Angriffsmöglichkeit schützen lassen.

Dass es das sichere Betriebssystem für ICS noch nicht gibt, erklärt Kaspersky wie folgt: " Aufgrund der hochkomplexen Art des Projekts, der Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen, Behörden und potenziellen Kunden sowie der Analyse möglicher Cyber-Angriffsvektoren dauert die Entwicklung des Betriebssystems an.". Einen Termin für die Markteinführung gibt es demzufolge auch noch nicht.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Hardware-Angebote

Maddi 20. Jun 2013

Isolieren bringt nicht zwingend ein Mehrwert an Sicherheit, entweder eine Industrieanlage...

nicoledos 20. Jun 2013

es hat gewisse Vorteile, wenn die Systeme vernetzt sind. Da Fabs und zulieferer auch...

brusch 20. Jun 2013

Angriffsvektor ist ein militärischer Terminus (wahrscheinlich aus dem Russischen...

brusch 20. Jun 2013

5 Computer sind genug!

Sharra 20. Jun 2013

Stark vereinfacht: 0815 mit heisser Nadel zusammengeschustertes System 10¤ pro Einheit...


Folgen Sie uns
       


5G: Nokias und Ericssons enge Bindungen zu Chinas Führung
5G
Nokias und Ericssons enge Bindungen zu Chinas Führung

Nokia und Ericsson betreiben viel Forschung und Entwicklung zu 5G in China. Ein enger Partner Ericssons liefert an das chinesische Militär.
Eine Recherche von Achim Sawall

  1. Quartalsbericht Ericsson mit Topergebnis durch 5G in China
  2. Cradlepoint Ericsson gibt 1,1 Milliarden Dollar für Routerhersteller aus
  3. Neben Huawei Telekom wählt Ericsson als zweiten 5G-Ausrüster

Energiewende: Wie die Begrünung der Stahlindustrie scheiterte
Energiewende
Wie die Begrünung der Stahlindustrie scheiterte

Vor einem Jahrzehnt suchte die europäische Stahlindustrie nach Technologien, um ihren hohen Kohlendioxid-Ausstoß zu reduzieren, doch umgesetzt wurde fast nichts.
Eine Recherche von Hanno Böck

  1. Wetter Warum die Klimakrise so deprimierend ist

Xbox, Playstation, Nvidia Ampere: Wo bleiben die HDMI-2.1-Monitore?
Xbox, Playstation, Nvidia Ampere
Wo bleiben die HDMI-2.1-Monitore?

Trotz des Verkaufsstarts der Playstation 5 und Xbox Series X fehlt von HDMI-2.1-Displays jede Spur. Fündig werden wir erst im TV-Segment.
Eine Analyse von Oliver Nickel


      •  /