Icon: Nasa verliert Kontakt zu Wettersatelliten

Seit zwei Wochen hat die Nasa keine Verbindung zum Satelliten Icon. Die Raumfahrtbehörde versucht, den Kontakt wieder herzustellen.

Artikel veröffentlicht am , Patrick Klapetz
Die Icon-Mission der Nasa, die in diesem künstlerischen Konzept dargestellt ist, untersucht die Ionosphäre aus einer Höhe von etwa 580 Kilometern.
Die Icon-Mission der Nasa, die in diesem künstlerischen Konzept dargestellt ist, untersucht die Ionosphäre aus einer Höhe von etwa 580 Kilometern. (Bild: Nasa)

Die amerikanische Raumfahrtbehörde Nasa hat den Kontakt zu einem ihrer Wettersatelliten verloren. Am Mittwoch, dem 7. Dezember 2022 teilte die Behörde auf ihrem Blog mit, dass sie seit zwei Wochen keinen Kontakt mehr mit Icon (Ionospheric Connection Explorer) habe.

Der Icon-Satellit wurde im Oktober 2019 in die niedrige Erdumlaufbahn geschickt, um die Veränderungen in der Ionosphäre der Erde zu untersuchen. Dies ist eine Region in der Erdatmosphäre, bei der das Weltraumwetter und das terrestrische Wetter aufeinandertreffen. Sie erstreckt sich ab einer Höhe von 60 Kilometern (Mesosphäre) bis hin zu 2.000 Kilometern (Exosphäre) und weist einen großen Anteil an ionisierten Partikeln auf.

Die Hauptziele der Mission wurden im Dezember 2021 erreicht. Seitdem befindet sich die Sonde im erweiterten Missionsstatus.

An Bord der Sonde befinden sich vier Instrumente zur Messung verschiedener Eigenschaften der Ionosphäre und zur Aufnahme von Ultraviolettbildern der oberen Atmosphäre. Mit Icon hatte die Nasa einen umfassenden Blick auf die Erde. Normalerweise hätte sie dafür zwei oder mehr Raumsonden in der Umlaufbahn benötigt.

Reaktivierung des Satelliten schlug fehl

Seit dem 25. November 2022 hat die Nasa keinen Kontakt mehr zu dem Wettersatelliten. Sobald der Kontakt verloren geht und die Raumsonde keine Befehle mehr annehmen kann, schaltet sich ein Zeitgeber für Befehlsverlust an Bord der Sonde ein. Nach acht Tagen sollen die Funktionen des Satelliten zunächst aus- und dann wieder eingeschaltet werden. Doch scheinbar funktionierte das bei Icon nicht. Auch nach dem 5. Dezember 2022 konnte das Bodenteam keinen weiteren Kontakt zu Icon aufbauen.

Dennoch ist der Satellit weiterhin intakt, das konnte die Nasa mit dem Weltraumüberwachungsnetz des Verteidigungsministeriums beobachten. "Das Icon-Missionsteam arbeitet an der Behebung des Problems und hat die Ursache des Kommunikationsverlustes auf Probleme innerhalb der Avionik- oder Hochfrequenz-Kommunikations-Subsysteme eingegrenzt", hieß es im Blogeintrag der Raumfahrtbehörde.

Die Kommunikation ist für Raumfahrzeuge in der Umlaufbahn von entscheidender Bedeutung, da sie es dem Missionsteam ermöglicht, Befehle an die Satelliten zu senden und auch Daten über heruntergeladene Signale zu empfangen. Beispielsweise können die Behörden die Satellitenbetreiber vor einer drohenden Kollision mit Weltraumschrott warnen. Die Betreiber können dann ein Ausweichmanöver einleiten. Bei einer Kollision könnte eine Kettenreaktion ausgelöst werden, bei der immer mehr Weltraumschrott entstehen würde.

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