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"Ich sollte dort gestorben haben": Miserable KI-Synchronisation zwingt Amazon zum Handeln

Amazon hat einen Spielfilm aus dem Abo von Prime Video entfernt. Grund dafür ist eine deutsche KI-Synchronisation, die Zuschauer verärgert hat.
/ Ingo Pakalski
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Der Film Deadly Patient wurde bei Prime Video ganz aus dem Abo genommen. (Bild: Amazon)
Der Film Deadly Patient wurde bei Prime Video ganz aus dem Abo genommen. Bild: Amazon

"Ich sollte da gestorben haben." Dieser Satz macht in etlichen sozialen Medien die Runde. Er stammt aus der deutschen Synchrontonspur des Spielfilms Deadly Patient, den es bis vor Kurzem im Abo von Prime Video gab. Der Synchronsprecher Sven Plate(öffnet im neuen Fenster) machte auf Instagram auf die schlechte Qualität der deutschen Synchronisation des Films aufmerksam.

Daraufhin habe Amazon reagiert und den Spielfilm Deadly Patient(öffnet im neuen Fenster) nach eigenen Angaben am 6. Juli 2026 aus dem Abo entfernt. "Die deutsche Synchronisation des Films Deadly Patient – Tödlicher Patient entsprach nicht den Qualitätsstandards von Prime Video", heißt es in einer Amazon-Stellungnahme, die Golem vorliegt.

Derzeit ist unklar, warum Amazon erst jetzt reagiert hat. Seit Anfang Juni 2026 kritisierten Amazon-Kunden bei Prime Video den Film für die unzureichende Synchronisation, ohne dass das Unternehmen darauf reagierte.

Nur schlechte Bewertungen wegen der deutschen Synchronisation

33 Prime-Abonnenten in Deutschland bemängelten die schlechte Qualität der Synchronisation. Die Rede ist von "emotionslosen Computerstimmen" sowie einer leblosen und monotonen Tonspur. Das alles verursache eine "gefühllose Atmosphäre beim Zuschauen". Auch viele falsche Übersetzungen sind Gegenstand der Kritik.

Unisono wird zudem kritisiert, dass die Tonspur nicht lippensynchron ist. Viele Zuschauer sind über Amazon verärgert: Ein "großes Pfui an Amazon, so was als Prime anzubieten", heißt es etwa. In einer anderen Kundenrezension wird beklagt, dass es "eine Frechheit" sei, "zahlenden Kunden so etwas als deutsche Tonspur anzubieten".

Es ist nicht das erste Mal, dass Amazon mit KI-Synchronisation scheitert. Ende 2025 wurden gleich mehrere durch KI erzeugte Tonspuren aus dem Abo von Prime Video entfernt, nachdem solche KI-Synchronisationen Anfang 2025 in Aussicht gestellt worden waren. Damals waren keine deutschsprachigen Synchronisationen betroffen.

Streit um Synchronisation und KI

Anders war es bei der polnischen Serie Murderesses, die bei Magenta TV im Abo war. Die Deutsche Telekom verbannte die Serie aus dem Abo, nachdem es sehr viele Kundenbeschwerden über die Qualität der Synchronisation gegeben hatte. Auch weiterhin ist die Serie nicht bei Magenta TV verfügbar.

Zwischen Netflix und vielen Synchronsprechern gibt es derzeit Streit um eine KI-Klausel des Unternehmens. Netflix will bei künftigen Synchronisationen die Stimme unentgeltlich für KI-Trainingszwecke verwenden, was viele Sprecher nicht wollen. Als Folge davon wurden erste Titel mit anderen Stammsprechern ins Abo von Netflix genommen, weil die Standardsprecher unter diesen Bedingungen nicht mehr für Netflix arbeiten wollen.


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