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Icecream 1.0: Suse-Entwickler veröffentlichen Distributed-Build-Tool

Mit Icecream arbeiten Suse-Entwickler seit zehn Jahren an einem Build-Tool auf Basis von Distcc. In Version 1.0 unterstützt Icecream den Compiler Clang und das Projekt zieht zu Github um.
/ Sebastian Grüner
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Icecream zum verteilten Kompilieren (Bild: St0rmz - CC-BY-SA 2.0)
Icecream zum verteilten Kompilieren Bild: St0rmz - CC-BY-SA 2.0

Nach über zehn Jahren Entwicklung ist Icecream 1.0 erschienen(öffnet im neuen Fenster) . Das von Suse-Entwicklern gestartete Icecream basiert auf Distcc(öffnet im neuen Fenster) , welches erlaubt, den Kompilierungsprozess auf verschiedene Rechner zu verteilen. Anders als Distcc nutzt Icecream jedoch einen zentralen Server mit einem Scheduler, der die Kompilierungsaufgaben dynamisch auf freie Clients verteilen kann.

Die Version 1.0 enthält neben einigen Bugfixes vor allem die Unterstützung für den Compiler Clang, der samt Plugins genutzt werden kann. Mit der Veröffentlichung zieht das Projekt auch auf die Hosting-Plattform Github um. Vorher wurde die Software innerhalb der KDE-Infrastruktur gepflegt, was nach Meinung der Entwickler dafür gesorgt hatte, dass Icecream fälschlicherweise als spezifisches KDE-Tool wahrgenommen worden sei.

Icecream läuft auf verschiedenen Linux-Distributionen, FreeBSD, DragonflyBSD sowie Mac OS X und kann zum Cross-Kompilieren für verschiedene Prozessorarchitekturen verwendet werden. Darüber hinaus ist Icecream in der Lage, unterschiedliche Toolchains zu nutzen, was etwa das Kompilieren für verschiedene Betriebssysteme in einem Durchlauf erlaubt.

Der GPL-lizenzierte Code von Icecream ist ab sofort über Github verfügbar(öffnet im neuen Fenster) . Aktuelle Pakete für Linux-Distributionen sollten demnächst folgen. Mit Icemon(öffnet im neuen Fenster) existiert auch ein grafisches Tool zur Überwachung von Icecream.


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