Zum Hauptinhalt Zur Navigation Zur Suche

Plattformübergreifende Suche nach Personen

Für die digitale Aufklärung setzt ICE auf mehrere Analyseplattformen privater Anbieter (PDF)(öffnet im neuen Fenster). Die Software SocialNet von ShadowDragon durchsucht soziale Netzwerke, verknüpft plattformübergreifend Nutzerkonten, identifiziert Alias-Identitäten und erstellt Beziehungsnetzwerke. Aufenthaltsorte und Bewegungsmuster können aus Beiträgen, Bildern und Profilinformationen rekonstruiert werden.

Hinzu kommt eine Plattform von Zignal Labs(öffnet im neuen Fenster), die große Mengen öffentlich zugänglicher Inhalte automatisiert auswertet und Themen, Netzwerke sowie Kommunikationsmuster identifiziert. Ergänzt werden soll das durch einen rund um die Uhr betriebenen Social-Media-Beobachtungsdienst, bei dem private Analystinnen und Analysten Inhalte aus zahlreichen Plattformen auswerten und daraus Hinweise für Ermittlungen erzeugen.

Daten aus der Werbeindustrie

Für die Ortung von Personen greift ICE außerdem auf Standortdaten aus der digitalen Werbeindustrie zurück. Über die Systeme Webloc und Tangles von Penlink(öffnet im neuen Fenster) können Ermittler virtuelle Zäune um beliebige Orte ziehen und anschließend nachvollziehen, welche Geräte sich dort befunden haben.

Die zugrunde liegenden Daten stammen aus Smartphone-Apps und werden über Datenhändler verkauft. Nach Auffassung der Behörde sind für Überwachungsmaßnahmen, die auf diese Datenkäufe zurückgehen, keine richterlichen Genehmigungen erforderlich.

Weitere Werkzeuge(öffnet im neuen Fenster) stammen von den Firmen Babel Street, Lexisnexis und anderen Anbietern. Sie ermöglichen die Erstellung von Bewegungsprofilen, die Analyse von Onlineaktivitäten, die algorithmische Bewertung von Beiträgen sowie die Zusammenführung von Daten aus sozialen Netzwerken, Medienquellen und kommerziellen Datenbanken. Mit Accurint von Lexisnexis können Ermittlerinnen und Ermittler etwa auf umfangreiche personenbezogene Dossiers zugreifen, die unter anderem Adressen, Telefonnummern, Fahrzeugdaten, Beschäftigungsinformationen und soziale Beziehungen enthalten.

Zusätzlich vergab ICE Ende 2025 mindestens 13 Verträge an private Unternehmen zum sogenannten Skip Tracing(öffnet im neuen Fenster). Die Auftragnehmer sollen schwer auffindbare Personen mithilfe kommerzieller Datenbanken, KI-gestützter Analysen und gegebenenfalls physischen Observationen lokalisieren.


Relevante Themen