Abo
  • IT-Karriere:

Ice Lake U: Intels erste echte 10-nm-Prozessoren sind da

Nach jahrelangen Verzögerungen hat Intel es geschafft, die ersten 10-nm-Chips für Ultrabooks in Serie zu produzieren: Die Ice Lake U sind in jeglicher Hinsicht eine gewaltige Verbesserung - nur beim Takt hapert es.

Artikel veröffentlicht am ,
Intels Greg Bryant zeigt Ice Lake U.
Intels Greg Bryant zeigt Ice Lake U. (Bild: Koen Crijns/Hardware.info)

Intel hat die Komponentenmesse Computex 2019 genutzt, um die Ice Lake U vorzustellen: So heißen intern die neuen Mobile-Prozessoren wie der Core i7-1065 G7, die ab Herbst in Ultrabooks verkauft werden sollen. Die Ice Lake U fertigt Intel im 10+ nm genannten Verfahren, sie weisen CPU-Kerne mit kräftig überarbeiteter Architektur, eine komplett neue Gen11-Grafikeinheit, schnelleren Arbeitsspeicher und besser integrierte Schnittstellen wie Thunderbolt 3 auf.

Stellenmarkt
  1. Hays AG, Frankfurt am Main
  2. Allianz Deutschland AG, München-Unterföhring

Grundsätzlich handelt es sich um Quadcore-Chips wie bei den bisherigen Whiskey Lake U auch. Die CPU-Kerne basieren jedoch nun nicht mehr auf der Skylake- sondern auf der Sunny-Cove-Mikroarchitektur. Im Mittel spricht Intel von satten 18 Prozent mehr Leistung pro Takt (IPC), wobei die Spannbreite von 5 bis zu 40 Prozent reicht. Getestet hat der Hersteller das mit Cinebench R15, Spec 2016/2017, Sysmark 2014 und Web-XPRT.

Ein Teil dieser höheren IPC wird aber dadurch amortisiert, dass Intel mit 10+ nm nicht die Taktraten von 14++ nm erreicht: Der bisherige Core i7-8665U läuft mit bis zu 4,8 GHz und der neue Core i7-1065 G7 nur mit bis zu 3,9 GHz. Die Stärken von Ice Lake U liegen vielmehr im Gesamtpaket denn in der reinen CPU-Leistung, zumal diese vom Workload abhängt. Dank der VNNI-Befehlssatzerweiterung soll die Geschwindigkeit bei INT8-Messungen für künstliche Intelligenz doppelt so hoch liegen.

  • Präsentation zu Ice Lake U (Bild: Intel)
  • Präsentation zu Ice Lake U (Bild: Intel)
  • Präsentation zu Ice Lake U (Bild: Intel)
  • Präsentation zu Ice Lake U (Bild: Intel)
  • Präsentation zu Ice Lake U (Bild: Intel)
  • Präsentation zu Ice Lake U (Bild: Intel)
  • Präsentation zu Ice Lake U (Bild: Intel)
  • Präsentation zu Ice Lake U (Bild: Intel)
  • Präsentation zu Ice Lake U (Bild: Intel)
  • Präsentation zu Ice Lake U (Bild: Intel)
  • Präsentation zu Ice Lake U (Bild: Intel)
  • Präsentation zu Ice Lake U (Bild: Intel)
  • Präsentation zu Ice Lake U (Bild: Intel)
Präsentation zu Ice Lake U (Bild: Intel)

Jeder Ice Lake U besteht aus zwei Dies: Der eigentliche Prozessor in 10+ nm enthält die CPU-Kerne samt dem LPDDR4X-Speichercontroller, die Gen11-Grafikeinheit und vier TB3-Controller. Mit auf dem Träger befindet sich zudem der Chipsatz (PCH) in 14 nm, er integriert die Sata-6-GBit/s- und die USB-3.2-Gen2-Ports sowie 16 PCIe-Gen3-Lanes. Hinzu kommen der Audio-DSP und der Mac-Teil für WiFi, das RF-Frontend ist extern. Wie einst bei Broadwell nutzt Intel integrierte Spannungsregler (FIVR) bei Ice Lake U, wobei es ein kleines Package für 9 Watt und ein größeres für 15 Watt gibt.

Die Gen11-Grafikeinheit unterstützt Displayport 1.4 und HDMI 2.0b, bisher brauchte es bei Intel für HDMI einen Konverter-Chip. Zumindest das Topmodell mit 64 Execution Units, die Iris Plus Graphics, soll signifikant schneller rechnen als eine aktuelle UHD Graphics 620 mit 24 EUs und älterer Gen9.5-Technik: In Counter Strike Global Offensive etwa liege die Bildrate in 1080p bei mittleren Details mit knapp 80 fps rund doppelt so hoch. Einen großen Anteil daran dürfte der LPDDR4X-3733- statt LPDDR3-2133-Speicher haben.

KerneTaktTurboL3-CacheiGPUSpeicherTDP
Core i7-1065 G7 4 + SMT1,3 GHz3,9 GHz8 MByteIris Plus Graphics (64 EUs)LPDDR4X-373315 Watt
Intel Core i5-1035 G44 + SMT1,1 GHz3,7 GHz6 MByteIris Plus Graphics (48 EUs) (?)LPDDR4X-373315 Watt
Core i5-1035 G14 + SMT1,2 GHz3,7 GHz6 MByteUHD Graphics (32 EUs) (?)LPDDR4X-373315 Watt
Core i3-1005 G12 + SMT1,2 GHz3,4 GHz4 MByteUHD Graphics (32 EUs) (?)LPDDR4X-373315 Watt
Vorläufige Spezifikationen von Ice Lake U

Wie sich Ice Lake U hinsichtlich der Energie-Effizienz und der Akkulaufzeit schlägt, hat Intel auf der Computex 2019 nicht erläutert. Hinweisen von Partnern zufolge scheint es keinen Rückschritt zu geben.



Anzeige
Top-Angebote
  1. (aktuell u. a. Audio-Produkte)
  2. 49,90€ (Bestpreis!)
  3. (aktuell u. a. Palit GeForce RTX 2070 Dual V1 für 399€ + Versand und Corsair Dark Core RGB für...
  4. 87,90€ + Versand

Stefan1200 09. Jun 2019 / Themenstart

Selbst aktuelle Spiele würden laufen. Natürlich nur bis max FHD und mittleren...

Xim 30. Mai 2019 / Themenstart

Was will man von einer 5 Jahren verspäteten Fertigung erwarten? Da muss man halt...

Copper 30. Mai 2019 / Themenstart

Auch bei Intel gibt es keine Bauteile mit 10nm Belichtungsgröße, also auch bei denen...

senf.dazu 29. Mai 2019 / Themenstart

Thunderbolt3 aka USB4 auf dem Prozessor - alle "legacy" Schnittstellen, wie PCIe3.0...

senf.dazu 29. Mai 2019 / Themenstart

Ja nur die 8 GBit/s von PCIe3.0 Leitungspaaren sind ja schon ganz ordentlich und...

Kommentieren


Folgen Sie uns
       


Oneplus 7 Pro - Hands On

Das Oneplus 7 Pro ist das neue Oberklasse-Smartphone des chinesischen Startups. Es verfügt über drei Kameras auf der Rückseite und eine ausfahrbare Frontkamera. Das Smartphone erscheint im Mai zu Preisen ab 710 Euro.

Oneplus 7 Pro - Hands On Video aufrufen
Physik: Den Quanten beim Sprung zusehen
Physik
Den Quanten beim Sprung zusehen

Quantensprünge sind niemals groß und nicht vorhersehbar. Forschern ist es dennoch gelungen, den Vorgang zuverlässig zu beobachten, wenn er einmal angefangen hatte - und sie konnten ihn sogar umkehren. Die Fehlerkorrektur in Quantencomputern soll in Zukunft genau so funktionieren.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer


    IT-Forensikerin: Beweise sichern im Faradayschen Käfig
    IT-Forensikerin
    Beweise sichern im Faradayschen Käfig

    IT-Forensiker bei der Bundeswehr sichern Beweise, wenn Soldaten Dienstvergehen oder gar Straftaten begehen, und sie jagen Viren auf Militärcomputern. Golem.de war zu Gast im Zentrum für Cybersicherheit, das ebenso wie die IT-Wirtschaft um guten Nachwuchs buhlt.
    Eine Reportage von Maja Hoock

    1. Homeoffice Wenn der Arbeitsplatz so anonym ist wie das Internet selbst
    2. Bundesagentur für Arbeit Informatikjobs bleiben 132 Tage unbesetzt
    3. IT-Headhunter ReactJS- und PHP-Experten verzweifelt gesucht

    2FA mit TOTP-Standard: GMX sichert Mail und Cloud mit zweitem Faktor
    2FA mit TOTP-Standard
    GMX sichert Mail und Cloud mit zweitem Faktor

    Auch GMX-Kunden können nun ihre E-Mails und Daten in der Cloud mit einem zweiten Faktor schützen. Bei Web.de soll eine Zwei-Faktor-Authentifizierung bald folgen. Der eingesetzte TOTP-Standard hat aber auch Nachteile.
    Von Moritz Tremmel


        •  /