AMDs Eypc 7003 werden teils überholt

Um neben CPU-Kernen die überarbeiteten Speichercontroller (vier statt zwei), die drei UPI-Links (11,2 GT/s) und die 64 PCIe-Gen4- statt 48 Gen3-Lanes anzubinden, nutzt Intel ein 7x3- anstelle eines 6x3-Meshes. ICX-SP ist für die Whitley-Plattform gedacht, diese nutzt den Sockel LGA 4189 mit acht statt sechs DDR4-Speicherkanälen. Während die Bandbreite steigt, sollen die Latenzen bei gleicher Datentransferrate sinken. Whitley unterstützt den Persistent Memory 200 (Barlow Pass), genauer 4 TByte PMem plus 2 TByte RAM. Wird nur DDR4 verwendet, sind insgesamt 4 TByte statt 6 TByte möglich.

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Neu ist eine RAM-Verschlüsselung (Total Memory Encryption [TME]) per AES-XTS mit 128 Bit, die Leistung soll dadurch um nur 1-2 Prozent reduziert werden. Hinzu kommen die Software Guard Extensions (SGX): sie schaffen einen geschützten Adressraum im Speicher und alle direkten Zugriffe und privilegierten Prozesse werden durch die CPU kontrolliert. Die Sicherheitsenklave kann bis zu 1 TByte an Code und Daten fassen.

Hinsichtlich der Performance machen die Ice Lake SP dank 40 statt 28 Kernen, mehr Leistung pro Takt und acht statt sechs Speicherkanälen einen deutlichen Sprung verglichen zu Cascade Lake SP: Intel spricht von durchschnittlich 46 Prozent mehr Geschwindigkeit, was aber nur eine grobe Tendenz darstellt.

  • Ice Lake SP im Überlick (Bild: Intel)
  • Die Chips nutzen acht RAM-Kanäle und 64 PCIe-Gen4-Lanes. (Bild: Intel)
  • Sunny Cove stammt von ICL-U für Ultrabooks, wurde aber angepasst. (Bild: Intel)
  • Neu sind zusätzliche Instruktionen für AVX-512. (Bild: Intel)
  • Ice Lake SP hat mehr Bandbreite und kürzere Latenzen als Cascade Lake SP. (Bild: Intel)
  • Neue P-States sorgen schneller für höhere Taktraten bei AVX-512. (Bild: Intel)
  • SGX schafft eine Enklave um Apps abzuschotten. (Bild: Intel)
  • Performance-Vorsprung von Ice Lake SP auf Cascade Lake SP mit AVX-512 (Bild: Intel)
  • Ausgehend von älteren Systemen steigt die Leistung teils drastisch. (Bild: Intel)
  • Benchmarks in diversen Workloads #1 (Bild: Intel)
  • Benchmarks in diversen Workloads #2 (Bild: Intel)
  • Die Leistung pro Kern und Takt hilft ICX-SP sehr.Benchmarks in diversen Workloads #1 (Bild: Intel)
  • Vorteile von Deep Learning Boost aufgezeigt.Benchmarks in diversen Workloads #1 (Bild: Intel)
  • Performance-Vorsprung von Ice Lake SP  mit AVX-512 gegen AMDs Epyc 7003 ohne (Bild: Intel)
  • Ice Lake SP hat kürzere L3-Latenzen ... (Bild: Intel)
  • ... und greift auch flotter auf den RAM zu. (Bild: Intel)
  • Überblick der AVX-512-Vorteile laut Intel (Bild: Intel)
  • Ice Lake SP unterstützt bis zu 4 TByte an Persistent Memory. (Bild: Intel)
  • SKUs von Ice Lake SP (Bild: Intel)
Performance-Vorsprung von Ice Lake SP mit AVX-512 gegen AMDs Epyc 7003 ohne (Bild: Intel)

Je nach Workload schwankt das Plus zwischen 28 Prozent und 74 Prozent, wobei gerade AI-Berechnungen wie Inferencing und solche mit AVX-512 samt neuen Instruktionen stärker zulegen. Dazu zählen beispielsweise Monte Carlo oder NAMD (Nanoscale Molecular Dynamics), aber auch Bildklassifizierung und Objekterkennung sowie Sprachverarbeitung (BERT).

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Verglichen mit AMDs 64-kernigen Epyc 7003 alias Milan sieht Intel statt Chiplets den eigenen monolithischen Ansatz als besser an, dabei hat dieser den Launch von Ice Lake SP deutlich verzögert. Konkret fallen die Latenzen der L3-Caches und des RAMs niedriger aus, vor allem wenn eine CPU mit der anderen kommunizieren muss. Die Aufmachung der Folien ähnelt jenen Slides, mit denen Intel einst über AMDs "zusammengeklebte" (glued together) Chips gespottet hatte.

Benchmarks & Ausblick

So übel können die Epyc 7003 allerdings nicht sein, denn Intels ausgewählte Benchmarks beschränken sich auf AI, Cloud- und HPC-Workloads, die primär stark von AVX-512 oder Deep Learning Boost profitieren. Ohnehin stellt Ice Lake SP das letzte monolithische Server-CPU-Design von Intel dar, denn Anfang 2022 soll Sapphire Rapids SP starten: Diese Prozessoren laufen ebenfalls im Sockel LGA 4189, bestehen aber aus vier mit 10 nm Super Fin gefertigten Chiplets für bis zu 56 aktive Kerne.

Bis dahin muss Ice Lake SP die Stellung halten, was angesichts der gesteigerten Performance und dem besseren Preisleistungsverhältnis verglichen zu Cascade Lake SP durchaus gelingen könnte. Zwar büßt Intel an Marge ein, kann so aber AMD besser Paroli bieten: Der 32-kernige Xeon Gold 6338 beispielsweise kostet 2.600 US-Dollar, für 2.800 US-Dollar gibt's bei der Konkurrenz den ebenfalls 32-kernigen Epyc 7513.

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Intel-Prozessoren
CPUNodeKerneSockelRAM-KanälePCIeLaunch
Nehalem EPXeon W559045 nm4LGA 13663x DDR3-133336x Gen22009
Westmere EPXeon X569032 nm6LGA 13663x DDR3-133336x Gen22010
Sandy Bridge EPXeon E5-269032 nm8LGA 20114x DDR3-160040x Gen22012
Ivy Bridge EPXeon E5-2690 v222 nm10LGA 20114x DDR3-186640x Gen32013
Haswell EPXeon E5-2699 v322 nm18LGA 2011-34x DDR4-213340x Gen32014
Broadwell EPXeon E5-2699 v414 nm22LGA 2011-34x DDR4-240040x Gen32016
Skylake SPXeon 8180M14+ nm28LGA 36476x DDR4-266648x Gen32017
Cascade Lake SPXeon 8280M14++ nm28LGA 36476x DDR4-2933, Optane48x Gen32019
Ice Lake SPXeon 838010 nm40LGA 41898x DDR4-3200, Optane v264x Gen42021
Sapphire Rapids SP(?)10 nm Super Fin64LGA 46778x DDR5, Optane v3Gen52022
Granite Rapids SP(?)7 nm EUV(?)LGA 46778x DDR5, Optane v4Gen5(?)
Diamond Rapids SP(?)(?)(?)(?)(?)(?)(?)
Xeon-Generationen (Dual Sockel) von Intel im Überblick
 Ice Lake SP: Intels 10-nm-Xeons holen zu Epyc auf
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CPUs von Intel, Comet-Lake - von PCGH getestet

ProduktnameIntel Core i9-10900KIntel Core i9-10850KIntel Core i7-10700KIntel Core i9-10900Intel Core i5-10400FIntel Core i5-10600K
HerstellerIntelIntelIntelIntelIntelIntel
Weitere Daten anzeigen ...
Leistung**88,8 %/58,5 %88,5 %/58,6 %83,6 %/47,6 %87,0 %/42,7 %72,0 %/31,6 %75,3 %/35,6 %
Stromverbrauch66/86/58 Watt65/86/59 Watt10/66/65/71 Watt58/65/53 Watt30/35/28 Watt43/54/39 Watt
Kerne10c/20t10c/20t8c/16t10c/20t6c/12t,6c/12t
GrafikComet Lake GT2Comet Lake GT2Comet Lake GT2Comet Lake GT2-Comet Lake GT2
Basistakt3,7 GHz + Turbo3,6 GHz (4,8-5,2 GHz)3,8 GHz + Turbo2,8 GHz (4,3-5,2 GHz)2,9 GHz (4-4,3 GHz)4,1 GHz (4,5-4,8 GHz)
Prozess14 nm14 nm14 nm14 nm14 nm14 nm
RAM (max.)2× DDR4-29332× DDR4-29332× DDR4-29332× DDR4-29332× DDR4-26662× DDR4-2666
Sockel120012001200120012001200
Vorteile
  • Gute Spieleleistung
  • Gefühlt gleich schnell wie 10900K
  • Offener Multiplikator
  • besseres P/L-Verhältnis als 10900K
  • 9900K-Leistung
  • In Spielen sehr schnell
  • Sehr effizient
  • Sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Gute Spieleleistung
  • Sehr schneller Hexacore
Nachteile
  • Nur PCIe 3.0
  • Nur PCI-E 3.0
  • Schlechter übertaktbar als 10900K
  • Lässt Neues vermissen
  • Kein offener Multiplikator
  • Keine
  • Gegenüber 10700K ineffizient
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