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ICE: Github macht weiter Geschäfte mit US-Einwanderungspolizei

Zwar äußert die Führung des Code-Hosters Github moralische Bedenken gegenüber der US-Einwanderungspolizei ICE, die Verträge werden trotzdem verlängert. Mitarbeiter stellen sich deshalb gegen das Unternehmen.

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Github will weiter mit der ICE zusammenarbeiten, einige Mitarbeiter protestieren aber dagegen.
Github will weiter mit der ICE zusammenarbeiten, einige Mitarbeiter protestieren aber dagegen. (Bild: Github)

Nachdem offenbar Angestellte des Code-Hosters Github eine zuvor als vertraulich markierte E-Mail über die Zusammenarbeit des Unternehmens mit der US-Einwanderungspolizei ICE (Immigration and Customs Enforcement) geleaked haben, hat der Github-CEO Nat Friedman das Dokument auch auf dem Github-Blog veröffentlicht. Darin verteidigt Friedman die Entscheidung, weiter mit der ICE zusammenzuarbeiten.

Inhalt:
  1. ICE: Github macht weiter Geschäfte mit US-Einwanderungspolizei
  2. Github-Angestellte fordern Ende der Zusammenarbeit

Der Behörde werden in den USA massive Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen. Vor rund zwei Wochen hatte sich das Open-Source-Unternehmen und Devops-Spezialist Chef nach teils turbulenten Diskussionen über diese Themen dazu entschieden, künftig nicht mehr mit der ICE zusammenzuarbeiten.

Zusammenarbeit trotz moralischer Bedenken

Auch Friedman erklärt in dem Beitrag, dass er persönlich, die Führung von Github sowie auch die des Mutterkonzerns Microsoft nicht mit den Praktiken der Behörde einverstanden seien. Weiter heißt es: "Die Richtlinien [der ICE, Anm. d. Red.] stehen im Widerspruch zu unseren Werten als Unternehmen und zu unserer Ethik als Menschen."

Der über einen Wiederverkäufer getätigte und nun erneuerte Lizenzvertrag für den Github Enterprise Server erbringt laut Friedman zudem weniger als 200.000 US-Dollar Umsatz und sei für Github "finanziell nicht wesentlich". An der Entscheidung ändern all diese augenscheinlich gegen die Zusammenarbeit gerichteten Argumente jedoch nichts, der Vertrag von Github mit der ICE bleibt bestehen.

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Github setze lieber weiter auf seine "Unternehmensstimme", um die eigenen Werte in einer Demokratie zu verteidigen, statt Technologie-Dienste zu verweigern, "wenn Regierungskunden diese nutzen, um Dinge zu tun, die wir ablehnen", heißt es in dem Dokument weiter. Außerdem sei der Standpunkt schlicht pragmatisch, so werde ein Stornieren des Kaufs "die derzeitige Regierung nicht überzeugen, die Einwanderungspolitik zu ändern".

Um dennoch aktiv etwas gegen diese Politik zu unternehmen, werde Github außerdem den Gegenwert des Vertrags mit der ICE, 500.000 US-Dollar, an gemeinnützige Organisationen spenden, die jene Migranten unterstützen, die von der aktuellen Politik betroffen seien.

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Github-Angestellte fordern Ende der Zusammenarbeit 
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Trockenobst 13. Okt 2019

Wer tiefer in das Thema einsteigt, findet bei Youtube hunderte von Mitschnitten von...

OderUnd 11. Okt 2019

Du meinst die "Fakten", die schon längst widerlegt wurden? Oder doch die intelligenten...

cpt.dirk 10. Okt 2019

Ich verstehe jetzt die grundlegend neue Erkenntnis und Aufregung nicht? Dass Microsoft...

derJimmy 10. Okt 2019

Ich denke, du hast das falsch verstanden: Das Argument ist, dass man gerne auf derartige...


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