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ICE: Bahn bestellt neue Züge mit frequenzdurchlässigen Scheiben

Die Deutsche Bahn investiert in neue ICE, in denen Passagiere besseren Mobilfunkempfang haben sollen.
/ Tobias Költzsch , dpa
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Der ICE 3 der Deutschen Bahn (Bild: Deutsche Bahn)
Der ICE 3 der Deutschen Bahn Bild: Deutsche Bahn

Trotz fallender Fahrgastzahlen in der Corona-Krise baut die Deutsche Bahn ihre Fernverkehrsflotte weiter aus. Für eine Milliarde Euro hat sie 30 neue ICE-3-Züge beim Münchner Technologiekonzern Siemens bestellt.

Ende 2022 sollen die ersten Fahrzeuge unterwegs sein – zunächst auf der Köln-Rhein/Main-Strecke vom Rheinland aus nach München, wie beide Unternehmen am 15. Juli 2020 in Berlin mitteilten(öffnet im neuen Fenster) . Zudem sichert sich die Bahn eine Option auf 60 weitere Züge, um flexibel auf die Entwicklung der weiteren Nachfrage in den kommenden Jahren reagieren zu können.

Zwar handelt es sich bei den nun bestellten Fahrzeugen um die ältere ICE-3-Baureihe, die auf der Velaro-Plattform von Siemens läuft und schon viele Jahre in Deutschland unterwegs ist. Sie schafft aber auf den geplanten Einsatzstrecken Spitzengeschwindigkeiten von 320 Kilometern pro Stunde und ist damit deutlich schneller als der neue ICE 4. Zudem wird es einige Neuerungen geben: Zum einen werden sämtliche Züge mit Fahrradstellplätzen ausgestattet sein, was bislang wiederum nur beim ICE 4 der Fall ist.

Frequenzdurchlässige Scheiben für besseren Mobilfunkempfang

Zum anderen werden erstmals frequenzdurchlässige Scheiben eingesetzt, die den Mobilfunkempfang im Zug verbessern sollen und die Weiterleitung von Mobilfunk-Signalen über sogenannte Repeater überflüssig machen. "Mit dem neuen ICE setzen wir auf eine bewährte Fahrzeugplattform" , sagte Bahnchef Richard Lutz bei der Präsentation. "Das macht es möglich, diesen Kauf in absolutem Rekordtempo abzuwickeln."

Zusammengebaut werden die neuen Züge im Siemens-Werk in Krefeld. Zulieferungen kommen unter anderem aus Nürnberg in Bayern sowie aus Österreich. "Zusätzlich sichert dieser Auftrag Beschäftigung bei rund 50 Zulieferern in Deutschland" , sagte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende von Siemens, Roland Busch.

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