ICAT: Nvidia-Tool vergleicht Bildqualität in Spielen

Nvidia hat ICAT, das Image Capture & Analysis Tool, für Spiele vorgestellt. Dabei handelt es sich um eine Windows-Software, mit der sich Screenshots und Videos unter dem Aspekt der Bild- sowie der Grafikqualität leicht vergleichen lassen. Passend dazu hat Nvidia eine neue DLSS-Version und ein eigenes spatiales Upscaling ähnlich AMDs FSR vorgestellt.
DLSS, also Deep Learning Super Sampling, hat die Version 2.3(öffnet im neuen Fenster) erreicht. Es wird unter anderem bereits in Cyberpunk 2077, Doom Eternal sowie Jurassic World Evolution 2 eingesetzt und soll Verbesserungen bei den Bewegungsvektoren aufweisen. Dadurch soll sich beispielsweise das Ghosting, also schmierende Nachzieheffekte, verringern.
Zumindest für Cyberpunk 2077 und Doom Eternal können wir das bestätigen, bei Jurassic World Evolution 2 klappt das aufgrund der Zeitbeschleunigung nur mäßig. Hier weisen durch die Gehege streuende Dinosaurier ein Ghosting auf, weil DLSS offenbar mit den Bewegungsvektoren nicht zurechtkommt.
Nvidia Image Scaling
Neu ist mit der Treiberversion Geforce 496.70 ein überarbeitetes räumliches Upscaling ( Nvidia Image Scaling(öffnet im neuen Fenster) – NIS), das ohne temporale Komponente auskommt, also keine Informationen aus früheren Frames inkludiert. Die Technik ähnelt damit AMDs FidelityFX Super Resolution , welches einen Algorithmus zur Kantenerkennung mit einem Schärfe-Kernel verbindet.


Nvidias Image Scaling ist per Control Panel und per Geforce Experience applizierbar, die Schärfe lässt sich für jedes Spiel dediziert einstellen. Um das Resultat mit DLSS oder FSR zu vergleichen, gibt es ICAT: Hier können wir bis zu vier Screenshots oder Videos im Splitscreen oder im direkten Vergleich gegenüberstellen.
Videovergleiche für alle
Dabei ist zu beachten, dass sich spatiales Upscaling – egal ob von AMD oder von Nvidia – und DLSS in Bewegung am besten prüfen lassen, da Standbilder wenig repräsentativ für Spiele sind. Um Videos einfacher deckungsgleich zu bekommen, unterstützt ICAT die Option, den Startframe eines jeden Schnipsels per Offset manuell zu bestimmen.
Künftig genügt es also, das Rohmaterial zur Verfügung zu stellen – per ICAT kann dann jeder für sich selbst beurteilen, wie sich Bild- oder Grafikqualität unterscheiden. Darunter fallen neben Kantenglättung auch Raytracing oder verschiedene Detailstufen, um zu sehen, wie sich etwa die Schattenqualität ändert. ICAT unterstützt BMP, JPEG, PNG, WEBP, MP4 und WEBM – auf (zu stark) komprimierte Formate sollte verzichtet werden.