Abo
  • Services:
Anzeige
Icann-CEO Fadi Chehadé
Icann-CEO Fadi Chehadé (Bild: Icannphotos/CC BY-SA 2.0)

Icann: USA wollen Kontrolle über Internetverwaltung lockern

Die USA wollen die Internetverwaltung Icann in internationale Hände geben und ihre Schirmherrschaft beenden. Der bis zum September 2015 laufende Vertrag werde nicht verlängert, teilte Icann-CEO Fadi Chehadé mit.

Anzeige

Die Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (ICANN) stimmt die Vergabe von einmaligen Namen und Adressen im Internet ab. Die Non-Profit-Organisation hat ihren Hauptsitz in Los Angeles.

Nach einem Dpa-Bericht will die Regierung der USA die Kontrolle über Icann nach dem NSA-Skandal aufgeben. Der Übergang solle schon Ende März 2014 auf der Icann-Konferenz in Singapur beginnen, so die Organisation. Künftig sollen Regierungen, private Organisationen und weitere Mitglieder der Öffentlichkeit die Kontrolle übernehmen. Im September 2015 läuft der derzeitige Vertrag mit den USA aus. Bis dahin muss die neue Organisation stehen.

Während früher die Aufsicht der USA über die Icann eher als Garantie für die Freiheit des Netzes gesehen wurde, hat sich das nach dem NSA-Skandal geändert. Auf der Konferenz der ITU 2012 (International Telecommunications Union), die zur UN gehört, gab es schon vorher Forderungen, dass die ITU die Kontrolle über das Internet übernehmen solle. Zu den Befürwortern der Übergabe der Kontrolle an die ITU gehören etwa einige arabische Staaten, China, der Iran und Russland.

Das europäische Parlament hat sich damals ebenfalls gegen eine Kontrollübernahme durch die ITU ausgesprochen. Das Parlament "vertritt die Auffassung, dass weder die ITU noch irgendein anderes einzelnes zentrales internationales Gremium wie die Icann als Aufsichtsstelle für das Internet geeignet ist", hieß es 2012 in einem Entschließungsantrag der Abgeordneten.

Nach dem Dpa-Bericht gab es neben Lob aber auch Kritik und warnende Stimmen zur Entscheidung der US-Regierung, die Kontrolle zu lockern. Der Präsident des Verbandes europäischer Telekomunternehmen Etno, Luigi Gambardella, sagte, der Übergang müsse als offener und transparenter Prozess mit Einbindung aller Beteiligten gestaltet werden.

Auch Newt Gingrich, der ehemalige republikanische Sprecher des Repräsentantenhauses der USA, war nicht begeistert und schrieb auf Twitter: "Wer ist die globale Internetgemeinschaft, an die Obama das Internet übergeben will? Dadurch riskiert man, dass ausländische Diktaturen das Netz bestimmen."

Neelie Kroes, die EU-Kommissarin für die Digitale Agenda, gab sich hingegen begeistert und schrieb auf Twitter, dass die Internationalisierung von Icann schon lange ein politisches Ziel gewesen sei und dass die EU an der Übergangslösung mitarbeiten werde. Darüber hinaus bezeichnete Kroes die Entschließung der USA als eine historische Ankündigung, die das Internet wirklich global mache.


eye home zur Startseite
MarioWario 16. Mär 2014

Man könnte auch die wichtigsten Staaten nehmen plus IT-Pioniere, warum die Wirtschaft...

Rulf 16. Mär 2014

die vsa können/wollen sich die extrem teure internetverwaltung einfach nicht mehr...

azeu 15. Mär 2014

Also auch die USA, oder sind Snowden/Maning/Assange etwa keine FreiGeister ?

Mopsmelder500 15. Mär 2014

besser Recherchieren. Also nächstes Führen die WLAN ein, damit die NSA Flugzeuge...

Pomi 15. Mär 2014

Gibt halt immernoch Leute die glauben, dass es der USA lediglich um die Menschen und...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. OEDIV KG, Bielefeld
  2. HelloFresh, Berlin
  3. Brabbler Secure Message and Data Exchange Aktiengesellschaft, München
  4. AMADA GmbH, Haan


Anzeige
Top-Angebote
  1. (-66%) 6,80€
  2. (u. a. Hacksaw Ridge, Lion, Snowden, Lone Survivor, London Has Fallen, Homefront)
  3. (u. a. Game of Thrones, Supernatural, The Big Bang Theory)

Folgen Sie uns
       


  1. FSFE

    "War das Scheitern von Limux unsere Schuld?"

  2. Code-Audit

    Kaspersky wirbt mit Transparenzinitiative um Vertrauen

  3. iOS 11+1+2=23

    Neuer Apple-Taschenrechner versagt bei Kopfrechenaufgaben

  4. Purism Librem 13 im Test

    Freiheit hat ihren Preis

  5. Andy Rubin

    Drastischer Preisnachlass beim Essential Phone

  6. Sexismus

    US-Spielforum Neogaf offenbar abgeschaltet

  7. Kiyo und Seiren X

    Razer bringt Ringlicht-Webcam für Streamer

  8. Pixel 2 XL

    Google untersucht Einbrennen des Displays

  9. Max-Planck-Gesellschaft

    Amazon eröffnet AI-Center mit 100 Jobs in Deutschland

  10. Windows 10

    Trueplay soll Cheating beim Spielen verhindern



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Flettner-Rotoren: Wie Schiffe mit Stahlsegeln Treibstoff sparen
Flettner-Rotoren
Wie Schiffe mit Stahlsegeln Treibstoff sparen
  1. Hyperflight China plant superschnellen Vactrain
  2. Sea Bubbles Tragflächen-Elektroboote kommen nach Paris
  3. Honolulu Strafe für Handynutzung auf der Straße

Gran Turismo Sport im Test: Puristischer Fahrspaß - fast nur für Onlineraser
Gran Turismo Sport im Test
Puristischer Fahrspaß - fast nur für Onlineraser

Passwortmanager im Vergleich: Das letzte Passwort, das du dir jemals merken musst
Passwortmanager im Vergleich
Das letzte Passwort, das du dir jemals merken musst
  1. Europol EU will "Entschlüsselungsplattform" ausbauen
  2. Cyno Sure Prime Passwortcracker nehmen Troy Hunts Hashes auseinander
  3. Passwortmanager Lastpass ab sofort doppelt so teuer

  1. Re: Lustige Szenarien. Lenkradsperre bei 250 KM/H

    Tantalus | 16:01

  2. Re: Gute Wahl

    berritorre | 16:01

  3. Re: Telefonie Eigenschaften? Videokamera Qualität?

    Crossfire579 | 16:00

  4. Re: Auch hier wieder die Frage:

    FearTheDude | 15:59

  5. Re: Und deswegen kauft man ein Nexus/Pixel oder...

    Truster | 15:59


  1. 15:53

  2. 15:38

  3. 15:23

  4. 12:02

  5. 11:47

  6. 11:40

  7. 11:29

  8. 10:50


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel