Abo
  • Services:

Icann: US-Regierung will Internetverwaltung weiterhin kontrollieren

Länger als bereits bekannt soll die Internetverwaltung Icann unter US-Aufsicht bleiben. Das US-Handelsministerium will die Icann noch mindestens ein Jahr beaufsichtigen - und möglicherweise auch im Oktober 2016 noch nicht die Kontrolle abgeben.

Artikel veröffentlicht am ,
Die Icann bleibt wohl bis mindestens Ende September 2016 unter US-Aufsicht.
Die Icann bleibt wohl bis mindestens Ende September 2016 unter US-Aufsicht. (Bild: Andrew Cowie/AFP/GettyImages)

Nicht nur bis Juli 2016, sondern gleich bis September 2016 will das US-Handelsministerium die Aufsicht über die sogenannte Internetverwaltung Icann (Internet Corporation for Assigned Names and Numbers) behalten. Das geht aus einem Blog-Posting des zuständigen US-Regierungsbeamten Lawrence Strickling hervor. Darin heißt es, der US-Kongress sei darüber informiert worden, dass das US-Handelsministerium die Icann noch mindestens bis zum 30. September 2016 beaufsichtigen wolle.

US-Aufsicht verlängert sich nochmals

Stellenmarkt
  1. Continental AG, Frankfurt am Main, Wolfsburg
  2. MTS Group, Landau, Rülzheim

Bereits Anfang August 2015 wurde bekannt, dass sich die Icann nicht mehr dieses Jahr von der US-Aufsicht lösen werde. Noch vor ein paar Wochen war davon ausgegangen worden, dass die US-Kontrolle zumindest im Juli 2016 abgegeben werden könne. Laut Strickling soll dieser Plan nun nicht mehr umgesetzt werden. Stattdessen wolle sich das US-Handelsministerium die Option offenhalten, auch nach dem 30. September 2016 die Icann drei weitere Jahre zu beaufsichtigen, falls dies erforderlich werde.

Seit März 2014 ist bekannt, dass die USA die Internetverwaltung Icann in internationale Hände geben will. Damit würde die Aufsicht der Icann erstmals seit deren Gründung 1998 in andere Hände gelegt werden. Der Icann ist es bisher nicht gelungen, rechtzeitig eine Nachfolgelösung zu errichten. Prinzipiell sollen künftig Regierungen, private Organisationen und weitere Mitglieder der Öffentlichkeit die Kontrolle übernehmen. Nach monatelangen Diskussionen liegt seit wenigen Wochen ein konkreter Vorschlag zur Unabhängigkeit der Icann vor.

Staaten sollen Internet nicht kontrollieren dürfen

Demnach sollen unterschiedliche Gremien künftig die Arbeit der Icann und ihrer Unterabteilung Iana (Internet Assigned Numbers Authority) kontrollieren. Die Iana ist für die Vergabe von IP-Adressen und Top Level Domains verantwortlich und untersteht formal weiterhin einer Abteilung des US-Handelsministeriums, der National Telecommunications and Information Administration (NTIA). Für die künftige Icann-Aufsicht wird ein ausgewogenes Modell gesucht, das einerseits die Öffentlichkeit einbindet, aber andererseits einzelnen Staaten keine Kontrolle über das Internet erlaubt.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. ab 499€
  2. mit Gutschein: HARDWARE50 (nur für Neukunden, Warenwert 104 - 1.000 Euro)
  3. 469€ + Versand (Bestpreis!)
  4. und Assassins Creed Odyssey, Strange Brigade und Star Control Origins kostenlos dazu erhalten

mg16373 18. Aug 2015

... vom TLD-Wahnsinn endlich an die ganzen Lobbyisten verteilt und verbraucht. Und dann...


Folgen Sie uns
       


WoW Battle for Azeroth - Ausbruch und Addon (Golem.de Live)

Nach dem Mitternachtsstream beginnt in Battle for Azeroth für uns der Alltag im Addon in Kul Tiras. Dank des Chats gibt es spannende Ablenkungen.

WoW Battle for Azeroth - Ausbruch und Addon (Golem.de Live) Video aufrufen
Automatisiertes Fahren: Der schwierige Weg in den selbstfahrenden Stau
Automatisiertes Fahren
Der schwierige Weg in den selbstfahrenden Stau

Der Staupilot im neuen Audi A8 soll der erste Schritt auf dem Weg zum hochautomatisierten Fahren sein. Doch die Verhandlungen darüber, was solche Autos können müssen, sind sehr kompliziert. Und die Tests stellen Audi vor große Herausforderungen.
Ein Bericht von Friedhelm Greis

  1. Autonomes Fahren Ford will lieber langsam sein
  2. Navya Mainz testet autonomen Bus am Rheinufer
  3. Drive-by-wire Schaeffler kauft Lenktechnik für autonomes Fahren

Smartphone von Gigaset: Made in Bocholt
Smartphone von Gigaset
Made in Bocholt

Gigaset baut sein Smartphone GS185 in Bocholt - und verpasst dem Gerät trotz kompletter Anlieferung von Teilen aus China das Label "Made in Germany". Der Fokus auf die Region ist aber vorhanden, eine erweiterte Fertigung durchaus eine Option. Wir haben uns das Werk angeschaut.
Ein Bericht von Tobias Költzsch

  1. Bocholt Gigaset baut Smartphone in Deutschland

Stromversorgung: Das Märchen vom Blackout durch Elektroautos
Stromversorgung
Das Märchen vom Blackout durch Elektroautos

Die massenhafte Verbreitung von Elektroautos stellt das Stromnetz vor neue Herausforderungen. Doch verschiedenen Untersuchungen zufolge sind diese längst nicht so gravierend, wie von Kritikern befürchtet.
Ein Bericht von Friedhelm Greis

  1. Elektromobilität iEV X ist ein Ausziehelektroauto
  2. Elektroautos Bundesrechnungshof hält Kaufprämie für unwirksam
  3. Ladekabel Startup Ubitricity gewinnt Klimaschutzpreis in New York

    •  /