Persönliche Verwicklungen

An den Vorgängen rund um den .org-Verkauf ist nur eine sehr kleine Gruppe von Personen und Unternehmen beteiligt. Diese sind teilweise so eng miteinander verwoben, dass die Konstellation an einen Krimi mit Personalrochaden erinnert, bei dem Protagonisten an entscheidende Stellen der Macht gelangen wollen.

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Zu nennen sind hier unter anderem Akram Atallah und Fadi Chehadé, die in der Zeit der massiven TLD-Erweiterungen in der Icann tätig waren, Chehadé als CEO, Atallah als President für die Global Domain Division. Chehadé wechselte danach zum Finanzinvestor Abry. Dort sorgte er für eine Mehrheitsbeteiligung an dem Unternehmen Donuts und sicherte dessen Finanzierung, mit der rund 240 TLDs gekauft wurden.

Gegründet wurde Donuts unter anderem von Jon Nevett, der das Unternehmen im Herbst 2018 verließ, ihm folgte Atallah in dieser Position. Nevett wiederum ist seit Ende 2018 CEO der .org-Verwalter bei PIR. Der Vorgänger von Nevett in dieser Position war mehr als sieben Jahre für PIR tätig und kündigte ohne jede Erklärung.

Finanzinvestor mit sehr guten Kontakten

Der aktuelle ISOC-Präsident Andrew Sullivan, der neben Nevett wohl hauptverantwortlich für den PIR-Verkauf ist, war maßgeblich an der Gründung von PIR durch die ISOC beteiligt. Danach arbeitete Sullivan bis 2008 für Afilias, der als technischer Dienstleister die Arbeiten von PIR betreut. Sullivan war darüber hinaus aber auch erst seit 2018 in seiner Position bei der ISOC.

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Im Frühjahr dieses Jahres registrierte dann Chehadé die Domain von Ethos Capital, den künftigen Käufern von PIR. Einer der Partner von Chehadé bei Abry, Erik Brooks, gründete schließlich Ethos Capital und verließ dafür eine prestigeträchtige Leitungsposition. Zweite Angestellte des Unternehmens ist Nora Abusitta-Ouri, eine langjährige Mitarbeiterin von Chehadé.

Schon allein wegen der engen Verbindungen zueinander und der kurzen zeitlichen Abfolge liegt der Verdacht nahe, dass die Beteiligten den .org-Verkauf von vornherein ausgehandelt haben - womöglich, um sich daran persönlich zu bereichern. Hinzukommt, dass offenbar kaum einer bereit ist, öffentlich Details zum Zustandekommen des Verkaufs zu nennen. Und wenn sich die Beteiligten doch äußeren, hilft das ihrer Sache eher weniger.

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 Icann und ISOC: Der Ausverkauf des InternetsDer große Ausverkauf 
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WilliTheSmith 11. Dez 2019

Tolle Alternative. Eine TLD, die sich über den Großteil der Nameserver nicht auflösen...

masterx244 10. Dez 2019

DOmains sind noch hinterm Klammeraffen relevant. Wer seine Domain für Mailverkehr...

HeroFeat 10. Dez 2019

Die Kosten für das Gerichtsverfahren und die Gebühren für die Registrierung selbst...

AynRandHatteRecht 09. Dez 2019

Gut, ich kann da auch ein persönliches Beispiel bringen, was mir 100.000 US$ gebracht...



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