Retpoline für bessere Geschwindigkeit

Der Vorschlag von Google-Mitarbeiter Paul Turner, um die Performance-Situation zu verbessern, nennt sich Retpoline (Return Trampoline). Diese Lösung erlaubt es, indirekte Branches von der spekulativen Ausführung auszunehmen. Diese Technologie erfordert Änderungen am Compiler, verbessert aber die Performance deutlich. Laut Woodhouse kann man so größtenteils auf IBRS verzichten und lediglich Retpoline und die erstgenannte Funktion IBPB verwenden.

Stellenmarkt
  1. (Junior) Mathematiker / Aktuar / Analyst (m/w/d) Actuarial Function Non-Life Calculation Unit
    Generali Deutschland AG, Köln
  2. IT Security Administrator / Architekt (m/w/d)
    MULTIVAC Sepp Haggenmüller SE & Co. KG, Wolfertschwenden
Detailsuche

Eine Notwendigkeit für das Aktivieren von IBRS sieht er zumindest für VM-Gäste, die die Funktion auf Windows und RHEL nutzen. Ansonsten erhofft sich Woodhouse eine Diskussion der Frage, ob überhaupt und zu welchem Zeitpunkt man beim Kontextwechsel die IBPB aktivieren wolle und in welchen Fällen die STIBP im Userspace nötig seien.

Alternativer Vorschlag ohne Microcode

Laut Woodhouse benötigen Skylake und die verwandten Prozessoren-Generationen weiterhin IBRS. Wer IBRS aufgrund von Performance-Erwägungen auf Skylake abschalte, solle dies bewusst tun. Er wäre glücklicher darüber, wenn es eine kohärente Analyse gäbe, die zeigen könne, dass IBRS auf Skylake nicht nötig sei, so der Entwickler.

Tatsächlich gibt es nun von Kernelentwickler Ingo Molnár einen alternativen Vorschlag, um den teuren IBRS-Einsatz und die Änderungen im Compiler zu umgehen. Er schlägt vor, CONFIG_FUNCTION_TRACER=y zu verwenden, um einen schnellen Tracking-Tracer zu implementieren, der Retpoline aktiviert, sobald ein Stack mehr als etwa 16 Einträge summiert.

Golem Akademie
  1. OpenShift Installation & Administration
    9.-11. August 2021, online
  2. Elastic Stack Fundamentals - Elasticsearch, Logstash, Kibana, Beats
    26. - 28. Oktober 2021, online
Weitere IT-Trainings

Dieser Schritt könne den Overhead auf Skylake-CPUs reduzieren, nutze zugleich in aktuellen Distro-Kerneln vorhandene Möglichkeiten und erzeuge auf anderen CPU-Generationen als Skylake keinen Overhead. Seine Lösung erfordere zudem keine Microcode-Updates und der Stack Depth Tracer lasse sich auch auf anderen CPUs testen.

Laut Molnár besteht also eine Chance, auf die Microcode-Hacks zu verzichten und die Probleme über reguläre Kernel-Updates und mit weniger Performance-Einbuße zu beheben. Ob diese Lösung in der Praxis funktionieren könnte, ist aber noch offen. Sie wirft zumindest Fragen auf, und die Kernel-Entwickler müssten sie intensiv testen. Für welche der Lösungen sich die Community also langfristig entscheidet, ist derzeit noch offen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
 IBRS und Retpoline: Linux-Entwickler diskutieren weiter über Spectre-Paches
  1.  
  2. 1
  3. 2


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Frommer Legal
Große Abmahnwelle wegen Filesharing in Deutschland

Viele Menschen suchen derzeit Hilfe bei einer Anwaltskanzlei, weil sie wegen angeblich illegalem Filesharing abgemahnt wurden.

Frommer Legal: Große Abmahnwelle wegen Filesharing in Deutschland
Artikel
  1. Ärger um Drachenlord: Dorf verhängt Allgemeinverfügung wegen umstrittenem Youtuber
    Ärger um Drachenlord
    Dorf verhängt Allgemeinverfügung wegen umstrittenem Youtuber

    Seit Jahren ist das Dorf Altschauerberg Schauplatz von Provokationen gegen den Youtuber Rainer Winkler. Jetzt sollen neue Gesetze die Ordnung wiederherstellen.

  2. Elektroautos: Neue Ladekarten sollen Schwarzladen verhindern
    Elektroautos
    Neue Ladekarten sollen Schwarzladen verhindern

    Das einfache Klonen von Ladekarten soll künftig nicht mehr möglich sein. Doch dazu müssen alle im Umlauf befindlichen Karten ausgetauscht werden.

  3. Kriminalität: Dresdnerin wegen Mordauftrag im Darknet angeklagt
    Kriminalität
    Dresdnerin wegen Mordauftrag im Darknet angeklagt

    Eine 41-Jährige aus Dresden ist angeklagt, im Darknet einen Mord in Auftrag gegeben zu haben. Für die Ermordung der neuen Freundin ihres Ex-Mannes soll sie 0,2 Bitcoin geboten haben.

nille02 25. Jan 2018

AMD ist nicht mal im Ansatz so wie Intel betroffen, auch wenn Intel gerne ihren Dreck...

Icestorm 25. Jan 2018

Um die Gefahr durch gemeinsam genutzten Adressraum grundsätzlich zu beheben (wer wei...

GodFuture 25. Jan 2018

Herr Gruß: Aufmerksamkeit auf "Kaiser" schürte den Verdacht auf Sicherheitslücke. Haben...

nille02 24. Jan 2018

Nur stellt sich Intel hin und behauptet das Kind wäre schon immer im Brunnen und die...

short reader 24. Jan 2018

Spring falls but not a CPU. So gesehen stimme ich LT zu, denn um in einen "privilegierten...


Folgen Sie uns
       


Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Schnäppchen • Amazon Prime Day nur noch heute • SSD (u. a. Crucial BX500 1TB SATA 64,06€) • Gaming-Laptops von Razer & MSI • Crucial 32GB Kit DDR4-4000 269,79€ • 30% auf Warehouse • Primetime bei Saturn (u. a. Switch Lite 166,24€) • Gaming-Chairs • MM Gönn dir Dienstag [Werbung]
    •  /