Tipps für den Kauf einer Model M

Trotz ihres Alters sind Model-M-Tastaturen nicht schwer zu bekommen. Beim Kauf gilt es aber, einige Dinge zu beachten: Zum einen ist, wie bereits erwähnt, nicht jede Model M eine Tastatur mit Buckling-Spring-Switches, zum anderen gibt es Terminal-Versionen, deren Protokoll nicht ohne erheblichen Aufwand für moderne Computer übersetzt werden kann.

  • Eine Model-M-Tastatur von IBM - genau genommen das Enhanced Keyboard (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Tastatur stammt aus dem Jahr 1992 und hat ein rundes, weißes Typenschild aus Kunststoff. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Model M hat einen charakteristischen "Schwung". (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Model M hat das Tastaturlayout, das wir heute als Standard ansehen, geprägt. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das massive Kunststoffgehäuse hat ausklappbare Standfüße. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Unser Modell wurde in Großbritannien hergestellt und wiegt genau zwei Kilogramm. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die für Model Ms typische halbrunde Form der Tastatur (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Mit aufgeklapptem Standfuß sind die oberen Tasten schon recht steil. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Keycaps unserer Model M sind bedruckt, einige Tasten haben eine grüne Schrift. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Keycaps bestehen bis auf wenige Ausnahmen aus zwei Teilen: einer Oberkappe ...
  • ... und einem unteren Teil, der direkt auf dem Switch sitzt. Im Bild gut zu erkennen: die kleine Feder, die namensgebend für den Buckling-Spring-Mechanismus ist. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Aufgeschraubt zeigt sich, weshalb die Model M so schwer ist: Der Tastaturmechanismus sitzt auf einer massiven Metallplatte. Auch im Bild zu sehen: die schwarzen Kunststoffnieten. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Hauptplatine der Model M (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Eine Model M lässt sich nach Lösen von nur vier Schrauben leicht auseinandernehmen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Unser Gerät ist mit Hilfe eines Arduino Micros auf USB umgebaut worden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Model M Enhanced Keyboard auf dem Schreibtisch (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Aufgeschraubt zeigt sich, weshalb die Model M so schwer ist: Der Tastaturmechanismus sitzt auf einer massiven Metallplatte. Auch im Bild zu sehen: die schwarzen Kunststoffnieten. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Stellenmarkt
  1. Softwareentwickler C# / .NET (m/w/d)
    KHS GmbH, Worms
  2. Entwicklungsingenieur (m/w/d) Sensoren & Laser Senior für industrielle Bildverarbeitung
    Körber Technologies GmbH, Hamburg-Bergedorf
Detailsuche


Eine gute Übersicht über die einzelnen Versionen der Model M gibt es beim Tastatur-Wiki Deskthority.net. Hier sind alle Versionen aufgeführt. Bei einigen gibt es eigene Wikipedia-Einträge mit den für das jeweilige Modell verwendeten Seriennummern. Anhand dieser können Model-M-Interessierte beim Kauf leichter erkennen, um welches Modell es sich handelt.

Anschluss muss an moderne PCs angepasst werden

Die meisten Model-M-Versionen haben einen DIN- oder einen PS/2-Anschluss. Beide lassen sich mit im Onlinehandel erhältlichen, günstigen Adaptern und Konvertern leicht auf USB umwandeln. Vorsicht ist geboten bei Tastaturen, die einen RJ45-Anschluss haben: Hierbei handelt es sich um die Terminal-Varianten, deren Konvertierung auf normale PCs relativ aufwendig ist. Entsprechend sind derartige Modelle etwa bei Ebay auch günstiger.

Die IBM-Modelle der Model M haben je nach Produktionszeitraum unterschiedliche Logos: Die ältesten Modelle kommen mit einem rechteckigen Metallschild, spätere Varianten haben abgerundete Kunststoffschilder - entweder in Blau oder Grau. Unserer Erfahrung nach gibt es zwar leichte Unterschiede in der Fertigungsqualität, diese sehen wir aber nicht als so gravierend an, als dass wir von einer der Fertigungsreihen abraten würden.

Golem Karrierewelt
  1. C++ Programmierung Grundlagen (keine Vorkenntnisse benötigt): virtueller Drei-Tage-Workshop
    16.-18.01.2023, virtuell
  2. ITIL 4® Foundation: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    10./11.01.2023, virtuell
Weitere IT-Trainings

Model Ms gibt es auch von Lexmark; IBM begann ab 1991, die Herstellung von Peripheriegeräten wie Druckern und Tastaturen auszulagern. Lexmark stellte ab diesem Zeitpunkt Model Ms her, die zwar auch Buckling-Spring-Switches hatten, aber ansonsten von der Qualität her etwas abgespeckt waren. So kam etwa beim Gehäuse dünnerer Kunststoff zur Verwendung.

Der Schwachpunkt sind die Kunststoffnieten

So stabil die alten Model-M-Tastaturen auch wirken, einen Schwachpunkt haben sie: die Kunststoffnieten, die die Stahlplatte mit dem Tastaturmechanismus verbinden. Diese können bei ruppigem Umgang mit der Tastatur im Laufe der Zeit brechen, was zu einer lockeren Verbindung und einem entsprechend schlechten Tippgefühl führt. Zwar lässt sich eine Model M mit kaputten Nieten selbst reparieren, allerdings ist diese Prozedur etwas aufwendig.

Gerade bei Privatverkäufen ist es nicht einfach, etwas über den Zustand der Nieten zu erfahren. Eine einfache Überprüfung besteht darin, die Tastatur zu schütteln: Klappert es im Gehäuse, fliegen wahrscheinlich lose Nietenköpfe drin herum. Bei Model-M-Käufen über Ebay etwa lohnt es sich durchaus, den Verkäufer um den Schütteltest zu bitten.

Ein vernünftiger Preisrahmen für Model Ms auf Ebay liegt zwischen 40 und 100 Euro, je nach Zustand, Modellreihe, Hersteller (IBM oder Lexmark) und Alter. Aufpassen sollten Interessenten bei den meisten Sofort-Kaufen-Angeboten: Diese liegen mitunter bei 150 Euro und sogar darüber, was wir für viel zu teuer halten. Es lohnt sich eher, verschiedene Tastaturen zu beobachten und bei einer normalen Auktion zuzuschlagen - auch, wenn das länger dauern kann.

Finger weg von Terminal-Model-Ms

Vorsicht gilt vor nicht umgebauten Terminal-Tastaturen, die sich nicht ohne Weiteres mit Adaptern nutzen lassen. Model Ms mit DIN- oder PS/2-Anschluss lassen sich am besten mit einem USB-Konverter an einen modernen PC anschließen. Ein Konverter ist hierbei besser als ein reiner Adapter, da unserer Erfahrung nach Konverter zuverlässiger sind.

Mitunter gibt es bei Ebay auch Model Ms, die direkt auf USB umgebaut wurden - unser Gerät ist dafür ein Beispiel. Angeschlossen wird sie mit einem Mini-USB-Kabel. In der Tastatur steckt ein Arduino Micro, das mit dem gewünschten Layout geflasht werden kann. Das ist praktisch, können wir dadurch nicht nur zwischen QWERTZ und QWERTY wechseln, sondern auch Layouts wie Colmak, Dvorak, Neo oder ganz eigene Konfigurationen verwenden. Wir hatten nicht nach einem umgebauten Keyboard gesucht, mit 95 Euro war der Preis aber zu gut, um nicht zuzuschlagen. Die Modifikation kann mit etwas Geschick auch selbst durchgeführt werden. Anleitungen zum Bau und der nötigen Software gibt es reichlich.

Neue Model M von Unicomp

Auch heute bekommt man ein Model M mit Buckling-Spring-Schaltern noch neu: Der Hersteller Unicomp vertreibt zahlreiche klassische Modelle der IBM-Tastatur, die aus aktueller Produktion stammen und sowohl eine Windows-Taste als auch einen USB-Anschluss haben. Die meisten Tests dieser Tastaturen bescheinigen ihnen allerdings eine niedrigere Fertigungsqualität, als die alten IBM- und auch Lexmark-Model-Ms haben. Die Preise beginnen bei 84 US-Dollar, dazu kommen noch Versandkosten, Steuern sowie mögliche Gebühren für ein deutsches Tastatur-Layout. Bei Amazon ist das Ultra-Classic-Modell mit Buckling-Spring-Switches mit QWERTZ-Layout für 145 Euro erhältlich.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
 Stabile Keycaps aus zwei TeilenFazit 
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3
  5. 4
  6. 5
  7.  


sambache 27. Okt 2021

Gut. Dann bleiben mehr mechanische Tastaturen für mich ;-)

Schrödinger's... 25. Mai 2018

IMHO: Varmilo VA108M mit Cherry Silent Keys.

DooMRunneR 25. Mai 2018

Kenne die Unicomp auch, sind einwandfrei, wie gesagt sind sie bis auf kleinigkeiten am...

webaschtl 09. Mai 2017

Habe mehrere Tastaturen "gebraucht", bis ich eine fand, die meinen Gefallen fand...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Paramount+ im Test
Paramounts peinliche Premiere

Ein kleiner Katalog an Filmen und Serien, gepaart mit vielen technischen Einschränkungen. So wird Paramount+ Disney+, Netflix und Prime Video nicht gefährlich.
Ein Test von Ingo Pakalski

Paramount+ im Test: Paramounts peinliche Premiere
Artikel
  1. Sicherheit: FBI ist zutiefst besorgt über Apples neue Verschlüsselung
    Sicherheit
    FBI ist "zutiefst besorgt" über Apples neue Verschlüsselung

    Das FBI könnte mit Apples Advanced Data Protection seinen wichtigsten Zugang zu iPhones verlieren. Doch dafür muss die Funktion von Nutzern aktiviert werden.

  2. Krise bei visuellen Effekten: Bitte alles schnell und billig
    Krise bei visuellen Effekten
    Bitte alles schnell und billig

    Für Kino und Streaming werden immer mehr effektintensive Filme und Serien gemacht. Wer dabei auf der Strecke bleibt: die Menschen, die diese Effekte möglich machen.
    Von Peter Osteried

  3. Intellectual Property: Wie aus der CPU ein System-on-Chip wird
    Intellectual Property
    Wie aus der CPU ein System-on-Chip wird

    Moderne Chips bestehen längst nicht mehr nur aus der CPU, sondern aus Hunderten Komponenten. Daher ist es nahezu unmöglich, einen Prozessor selbst zu entwickeln. Wir erklären wieso!
    Eine Analyse von Martin Böckmann

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Gaming-Monitore -37% • Asus RTX 4080 1.399€ • PS5 bestellbar • Gaming-Laptops & Desktop-PCs -29% • MindStar: Sapphire RX 6900 XT 799€ statt 1.192€, Apple iPad (2022) 256 GB 599€ statt 729€ • Samsung SSDs -28% • Logitech Mäuse, Tastaturen & Headsets -53% [Werbung]
    •  /