IBM: Watson soll auf KI-Markt verdrängt werden

Was IBMs KI Watson ermöglicht, ist aus Sicht der Investmentbank Jefferies nicht die Zukunft. Die liege beim maschinellen Lernen und Deep Learning. In dieses Feld investiert die Konkurrenz - darunter Google, Amazon, Apple und Facebook.

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Watson bringt laut Jefferies in Zukunft weniger Gewinne als erhofft.
Watson bringt laut Jefferies in Zukunft weniger Gewinne als erhofft. (Bild: IBM/Montage: Golem.de)

Die Investmentbank Jefferies sieht für IBMs KI-System Watson keine profitable Zukunft. Das schreibt das Unternehmen in einem Analysebericht. Das Problem sei nicht Watson an sich. Vielmehr seien es die Zeit und die Kosten, die für eine Integration in Kundenprozesse aufgewendet werden müssten. IBM habe dabei schon öfter Aufträge nicht bis zum Ende durchführen können.

Maschinelles Lernen treibt KI-Markt an

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Laut Jefferies ist Watson jedoch eine der "am weitesten komplettierten kognitiven Plattformen". Das Erkennen von Bildern, Schrift und Sprache ist nur ein Anwendungsszenario für KI-Systeme. Der Wettbewerb wird gerade im Bereich des maschinellen Lernens immer größer. Dort sind Unternehmen wie Google und Facebook stark vertreten.

Den Wert, den beide Firmen aus ihren Datenanalysen schöpfen, schätzt Jefferies als unglaublich hoch ein. Aus diesem Grund wachse der Markt für künstliche Intelligenz bis zum Jahr 2021 um das Zehnfache, bis 2025 um das fast Vierzigfache. Diese Prognose stammt ursprünglich vom Marktforschungsunternehmen Tractica. Jefferies glaubt sogar, dass das "nicht den vollen Wert aus dem internen Nutzen von KI widerspiegelt" und bezieht sich damit eben auf Firmen wie Facebook und Google.

  • Andere Unternehmen stellen wesentlich mehr Spezialisten ein als IBM. (Grafik: Jefferies)
  • Der KI-Markt wird sich extrem erweitern. (Grafik: Jefferies)
Der KI-Markt wird sich extrem erweitern. (Grafik: Jefferies)

IBM deckt mit Watson weitestgehend kognitive Dienste ab, die nur einen sehr kleinen Teil von KI ausmachen. IBM sei teilweise nicht in der Lage, die komplexen Anforderungen bei der Integration von KI in Unternehmenprozesse zu erfüllen. Jefferies bezieht sich dabei etwa auf den Kunden MD Anderson, der die Partnerschaft mit IBM und dessen KI aufkündigte, als 60 Millionen US-Dollar ohne Endergebnis verschwendet wurden.

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Auch auf der Mitarbeiterseite ist IBM nach Angaben der Investmentbank der Konkurrenz hinterher. Dazu vergleicht Jefferies Jobangebote von großen Technologieunternehmen. Im Bereich Deep Learning und maschinelles Lernen sucht Amazon mehr als 3.000 neue Software-Ingenieure und IT-Spezialisten, IBM kommt auf 273 Stellenausschreibungen. Apple sucht mit 562 Aussschreibungen etwa doppelt so viele Spezialisten.

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