Fokus, Fokus, Fokus

Die 1990er Jahre begannen im Zeichen von Personalabbau und Neuorientierung. Zunächst spaltete sich der Konzern in einzelne Divisionen auf, in der Hoffnung, so seiner agileren Konkurrenz den Rang abzulaufen. Das erwies sich jedoch als gravierender Fehler. 1993 schloss das Unternehmen mit einem Rekordverlust von 8 Milliarden US-Dollar ab.

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Die Wende brachte eine starke Konzentration auf Dienste und Software aus einer Hand. Während der Konzern mit Middleware große Gewinne einfahren konnte, fristete sein eigenes Betriebssystem OS/2 jedoch nur ein Nischendasein. Dank der Konzentration auf Produkte mit hohen Gewinnmargen und des weiterhin starken Geschäfts mit Supercomputern war der Konzern ab Mitte der 1990er Jahre wieder profitabel.

Was IBM gelernt hatte: Offene Standards, Markenbewusstsein im professionellen Segment und der aufkommende Handel im Netz standen seinem klassischen Leitbild nicht entgegen. Das Wichtigste aber war der Fokus auf integrierte Lösungen aus einer Hand. Das Unternehmen hatte verstanden, dass IBM für seine Kunden mehr darstellte als die Summe seiner Teile.

Auch im neuen Jahrtausend bleibt IBM auf dem Weg der Konsolidierung: Vorbei die Zeiten, in denen einzelne Abteilungen miteinander konkurrierten. Der Konzern zählt trotz Hunderttausenden Angestellten und Milliardengewinnen nicht mehr zu den größten Unternehmen der Welt - aber zu den langlebigsten. IBMs Ziel ist es, im Zentrum der Datenökonomie zu bleiben. Mainframes und Supercomputer machen nur einen geringen Anteil am Konzerngewinn aus.

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Am profitabelsten sind Software und Informationsmanagement. Aber vielleicht kommt der Hardware in Zukunft wieder mehr Bedeutung zu - im Zeitalter des Quantencomputing. Neben dem IBM Q genannten Rechner konzentrieren sich die Forscher in den IBM-Labors unter anderem auf KI, Blockchain und nachhaltige Materialien.

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Die wohl bedeutendste Übernahme in der Geschichte des Konzerns war mit fast 34 Milliarden US-Dollar gleichzeitig auch die teuerste: 2018 kaufte IBM den Linux-Entwickler Red Hat. Der neue Unternehmenszweig soll Cloud-Geschäft und KI-Dienste zukunftsfähig machen. In der Folge spaltete IBM sich in zwei börslich notierte Firmen auf. Der bisherige Kern soll sich weiterhin auf Software und das Wachstum im Cloud-Bereich konzentrieren. Das neue Unternehmen wird sogenannte Managed Infrastructure Services anbieten, zu denen der technische Support für Rechenzentren gehört. Im Rahmen dieser Umstrukturierung werden allerdings auch Entlassungen befürchtet.

IBM hat sich in den letzten 110 Jahren von einem reinen Hardwarehersteller zu einem Anbieter von IT-Diensten mit einem breiten Spektrum an Leistungen entwickelt. Trotz seiner Größe hat das Unternehmen an Flexibilität gewonnen. In Zukunft will sich IBM auf drei große Themen fokussieren: Cloud Computing, kollaborative Systeme und kognitive IT. Was am Ende der nächsten 100 Jahre Entwicklung stehen wird, lässt sich heute ebenso wenig sagen, wie die Nutzerschaft der Lochkartenmaschinen den Quantencomputer erahnen konnten. IBMs Slogan aber wird dann noch immer aktuell sein: "Think".

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