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IBM verliert Milliarden: Kunden investieren lieber in Server und Cybersicherheit

Die starke Abhängigkeit vom Mainframe-Geschäft und eine fehlgeleitete Investitionspolitik haben für IBM große Verluste zur Folge.
/ Mike Faust
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IBM-CEO Arvind Krishna musste Versäumnisse seines Unternehmens eingestehen. (Bild: Mandel NGAN / AFP via Getty Images)
IBM-CEO Arvind Krishna musste Versäumnisse seines Unternehmens eingestehen. Bild: Mandel NGAN / AFP via Getty Images

IBM hat einen starken Börsenverlust erlitten. Wie Reuters berichtet(öffnet im neuen Fenster), sank der Aktienwert des Unternehmens am Dienstag, dem 14. Juli 2026, um 25 Prozent, wodurch IBM einen Marktwert von 70 Milliarden US-Dollar verlieren könnte.

Unternehmensangaben zufolge habe es IBM versäumt, die Verlagerung der Ausgaben weg von Software hin zu Rechenzentrumsinfrastruktur zu priorisieren. Dies soll im zweiten Quartal 2026 zu einem deutlichen Gewinnrückgang geführt haben.

"In den letzten Juniwochen haben wir beobachtet, dass Kunden ihre Investitionsausgaben (Capex) für das Quartal auf den Kauf von Servern, Speicherlösungen und Arbeitsspeicher verlagert haben, um sich angesichts erwarteter Preiserhöhungen die schwer verfügbare Infrastruktur zu sichern", so IBM-CEO Arvind Krishna in einem Schreiben an Investoren.

Quantencomputer und KI können Verluste nicht abfedern

IBM habe zwar mit Auswirkungen durch Lieferkettenprobleme gerechnet, aber nicht in dem jetzt eingetretenen Ausmaß, führt Krishna aus und ergänzt, dass zahlreiche Großaufträge nicht zum Abschluss gekommen seien. Vor allem das Mainframe-Geschäft, welches Hochleistungsrechner und Software vertreibt, habe dabei große Schwächen gezeigt.

Hinzu komme, dass Unternehmen durch die jüngste Entwicklung bei KI-gestützten Hackerangriffen vermehrt in Cybersicherheit investierten. Für das zweite Quartal 2026 erwartet IBM einen Umsatzanstieg um lediglich einen Prozent auf 17,2 Milliarden US-Dollar. Analysten hatten mit einem Wert von 17,86 Milliarden US-Dollar gerechnet.

IBM verkauft Großrechner (Mainframes), Unternehmenssoftware und IT-Beratungsdienste an Großkonzerne und Regierungen. Durch eine stärkere Konzentration auf die Softwaresparte soll die Abhängigkeit vom Großrechnergeschäft reduziert werden.

Um die Anleger zu beruhigen, hob IBM seine Investitionen im Bereich des Quantencomputing hervor, die auch den Bau des ersten Quantencomputers in großem Maßstab bis zum Jahr 2029 beinhalten. Diese Bemühungen befinden sich allerdings, genauso wie der Ausbau von KI-Partnerschaften, noch in einem frühen Stadium und sind bislang nicht umfangreich genug, um die Schwächen im Kerngeschäft abfedern zu können.


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