IBM TS1150: Neue Jaguar-Bandlaufwerke mit 10 TByte pro Band

IBM vergrößert den Abstand zur LTO-Technik für Bandlaufwerke. Mit der JD-Generation seiner HE-Tape-Laufwerke können auf einem Band ohne Kompression 10 TByte untergebracht werden. Alte JC-Tapes können zudem 7 statt zuvor 4 TByte speichern.

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Neues Jaguar-Bandlaufwerk kann Type-D- und C-Bänder mit 10 und 7 TByte beschreiben.
Neues Jaguar-Bandlaufwerk kann Type-D- und C-Bänder mit 10 und 7 TByte beschreiben. (Bild: IBM)

In Kürze wird IBM mit dem TS1150 (Jaguar 5) den Nachfolger des TS1140-Bandlaufwerks auf den Markt bringen. Die neue Generation schafft es, nativ bis zu 10 TByte auf einer Bandkassette zu speichern. Dazu braucht es ein Band des Typs JD. Aber auch alte Bänder können beschrieben werden und profitieren von einer besseren Schreibtechnik. JC-Bandkassetten können mit dem TS1150-Laufwerk nun 7 statt 4 TByte nativ speichern. Die alten Bänder können also weiter verwendet werden, wie IBM betont. Die alten Laufwerke natürlich nicht.

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Eine derart hohe Kapazität schafft LTO-Bandtechnik nicht einmal mit aktiver Kompression. Die aktuelle LTO-6-Generation wird mit einer Kapazität von 6,25 TByte pro Band vermarktet. Nativ, also ohne Kompression, lassen sich jedoch nur 2,5 TByte unterbringen. Der Vermarktungswert wurde verglichen mit dem Realwert mit der letzten Generation angehoben. Die LTO-7-Generation, angekündigt mit 16 TByte komprimierter Kapazität, ist noch nicht verfügbar. Es ist auch noch unklar, wann die ersten Laufwerke verfügbar sein werden. Bis LTO 10 sollen 120 TByte komprimiert auf einem Band gespeichert werden. LTO 6 gibt es seit Ende 2012. Noch ohne konkrete Ankündigung ist Sonys Konkurrenztechnik. Die soll irgendwann einmal in der Lage sein, 185 TByte auf einem Band zu speichern.

Jaguar-5-Bänder werden mit 360 MByte/s beschrieben

IBMs Jaguar-5-Laufwerke werden hingegen in Kürze verfügbar sein. Diese lassen sich auch in bestehende Bandbibliotheken integrieren, um große Offlinespeicher zu ermöglichen, ohne dass dabei alles neu gekauft werden müsste. Dabei setzt der Hersteller auf Fibrechannel mit 8 GBit/s für die Anbindung der Laufwerke. Die Laufwerke haben zudem einen 2 GByte großen Datenpuffer, den sie vorsorglich füllen. Das ist notwendig, um die vorbeispulenden Bänder kontinuierlich zu beschreiben. Beschrieben werden die Bänder mit 360 MByte/s. Type-C-Medien werden neuformatiert mit 300 MByte/s beschrieben. Ein paar Sekunden kann der Datenpuffer also ausgleichen.

Wie bei LTO-Laufwerken sind auch Jaguar-Laufwerke bei der Abwärtskompatibilität begrenzt. Das TS1150 kann neben den JC-Bändern auch JY-Bänder lesen. Alte JK-Medien mit 500 bis 900 GByte Kapazität lassen sich ebenfalls lesen.

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Neue Jaguar-Laufwerke von IBM mit den JD-Bändern soll es ab Ende Oktober 2014 geben. Preise konnte IBM noch nicht nennen. Es werden ab dem 24. Oktober auch neue Libraries mit TS1150-Laufwerken angeboten. Innerhalb der nächsten sechs Monate sollen weitere Angebote für das Aufrüsten verfügbar werden.

Weitere Informationen zum TS1150 gibt es in einem PDF-Datenblatt.

Nachtrag vom 14. Oktober 2014, 9:55 Uhr

Wie uns IBM mitteilte, kostet ein einzelnes TS1150-Laufwerk laut Listenpreis 48.924,74 Euro.

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