IBM Think 2018: Blockchain im Mikrocomputer und Plankton analysierende KI

IBMs Visionen auf der neuen Messe Think 2018 sind groß: Das Unternehmen will Watson verwenden, um Modelle für Apple-Geräte zu trainieren und um den Zustand der Weltmeere zu analysieren. Ein winziger Computer soll die Blockchain direkt an Produkte bringen - betrieben von einer Solarzelle.

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IBMs Crypto-Anchor ist nicht größer als eine Fingerkuppe.
IBMs Crypto-Anchor ist nicht größer als eine Fingerkuppe. (Bild: IBM)

IBM hat zum ersten Mal die neue Unternehmenskonferenz IBM Think abgehalten, die alle Unternehmensevents eines Jahres verbinden soll. Sie findet vom 19. bis zum 22. Mai 2018 statt. Kernthemen der Messe sind künstliche Intelligenz durch die KI-Plattform Watson und Blockchain.

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IBM hat einen fingerkuppengroßen Computer vorgestellt und Apple und IBM wollen ihre KI-Frameworks näher aneinanderbringen. Der Konzern kündigt zeitgleich Watson-as-a-Service an. Außerdem sollen KI-Algorithmen und Sensoren dabei helfen, den Gesundheitszustand der Meere anhand von Plankton zu analysieren.

Blockchain mit dem Mini-Computer

IBM bezeichnet seine kleinen Mikrocomputer als Crypto-Anchors. Diese sollen direkt an Produktverpackungen verwendet werden. Auf dem kleinen Computer sind Informationen über ein bestimmtes Produkt, etwa ein Medikament gespeichert. Für die Authentifizierung und Prüfung der gespeicherten Daten auf Richtigkeit will IBM das dezentrale Blockchain-Prinzip verwenden. Darüber soll sichergestellt werden, dass ein Produkt auch wirklich von einem bestimmten Hersteller stammt. Lieferanten können auch den logistischen Laufweg eines Produktes und dessen Bestimmungsort in aufeinander aufbauenden Blöcken nachvollziehen.

Auf dem Chip befindet sich ein komplettes Von-Neumann-System mit Verarbeitungseinheit, SRAM-Speicherwerk und Kommunikationsmodul - alles Dinge, die für ein funktionierendes sich selbst validierendes Blockchain-Netzwerk notwendig sind. Der Computer wird mit einer Solarzelle betrieben.

Apple und IBM bringen KI-Frameworks zusammen

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In Kooperation mit Apple will IBM seine Watson-Dienste für das Core-ML-System zur Verfügung stellen. Darüber ist es möglich, trainierte Machine-Learning-Modelle für iOS- und MacOS-Geräte zu verteilen. Das Training solcher Modelle soll künftig Watson übernehmen, während CoreML diese konvertiert und für die Nutzung in App-Projekten bereit macht.

IBM stellt dazu eine Cloud-Konsole zur Verfügung, über welche Entwickler ihre Quelldaten und Modellparameter an Watson weitergeben und in der Cloud trainieren können. Für Apple ist das ein Vorteil, da das Unternehmen selbst keine eigenen Cloud-Ressourcen betreibt, sondern das nachweislich über Drittpartner wie Google, AWS und auch IBM bewerkstelligt. IBM zieht seinen Nutzen daraus, dass so entwickelte Applikationen Informationen und weitere Trainingsdaten zurück an IBMs Rechenzentren senden, so dass Watson mehr Daten zum Lernen hat.

Planktonanalyse mit maschinellem Lernen

Solche Daten können Watson dabei helfen, diverse Probleme zu analysieren. IBM hat dementsprechend eine Zukunftsvision auf der Think 2018 vorgestellt. Das Unternehmen will anhand von Sensortechnik die Wasserqualität der Weltmeere prüfen. Eine KI soll den Zustand von im Wasser omnipräsentem Plankton auwerten.

"Wir wollen kleine Mikroskope haben, die dort sein können, wo Plankton lebt, schauen, was damit passiert und KI benutzen, um dessen Qualität zu bestimmen", sagt IBM-Forschungsleiter Arvind Krishna dem US-Nachrichtensender Fox Business. Der Zustand der kleinen Lebensformen sei ein guter Indikator für Wasserqualität und den Zustand der Umwelt. Mit den Ergebnissen könnten Klimaänderungen vorhergesagt und Maßnahmen gegen Umweltverschmutzung unternommen werden. Allerdings ist die Vision von IBM noch recht vage. Wie benötigte Hardware aussieht und wie ein KI-System mitten im Ozean mit schlechter Verbindung zur Watson-Cloud funktionieren soll, sagt IBM nur kurz im Video. Interessant: Für den Prototypen eines Mikroskops verwendet das Unternehmen einen Raspberry Pi.

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